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27.02.2017

18:11 Uhr

Condor

Thomas-Cook-Tochter fliegt auf Sparkurs

Condor leidet unter den hohen Gehältern ihrer Piloten, die zum Teil noch nach dem kostspieligen Konzerntarifwerk der früheren Mutter Lufthansa bezahlt werden. Nun schläft die Fluggesellschaft den Sparkurs ein.

Die Fluggesellschaft leidet zudem unter den hohen Gehältern seiner Piloten. dpa

Condor

Die Fluggesellschaft leidet zudem unter den hohen Gehältern seiner Piloten.

Frankfurt/MainDer Ferienflieger Condor fliegt in der aktuellen Saison auf Sparkurs. Nach einem operativen Verlust (Ebit) von umgerechnet knapp 12 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 (30. September) hat die Tochter des Reisekonzerns Thomas Cook ein Sparprogramm aufgesetzt, mit dem das Ergebnis um rund 40 Millionen Euro verbessert werden soll.

Es sollen rund 100 Verwaltungsstellen wegfallen und vier Mittelstreckenjets an die britische Schwestergesellschaft abgegeben werden, wie ein Sprecher am Montag in Frankfurt bestätigte. Zuvor hatten die „Süddeutsche Zeitung“ und die „Börsenzeitung“ berichtet. Condor war im vergangenen Jahr wie andere Fluggesellschaften vom Einbruch des türkischen Markts überrascht worden.

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Die Fluggesellschaft leidet den Angaben zufolge auch unter den hohen Gehältern ihrer Piloten, die zum Teil noch nach dem kostspieligen Konzerntarifwerk der früheren Mutter Lufthansa bezahlt werden. Nach dem dort gefundenen Gehaltsabschluss kommen neue Kosten auf die Condor zu. Eigentlich sollten die noch rund 130 KTV-Piloten längst in den Cockpits der Lufthansa sitzen. Ihre Übernahme hat sich aber verzögert, weil die Lufthansa-Flotte zuletzt nicht mehr gewachsen ist.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Kurt Senger

28.02.2017, 17:46 Uhr

Guten Tag, den Sparkurs einschlafen - ein herrlicher freudscher Verschreiber. Vermutlich versuchen Sie die bisherige Unternehmenspolitik zu umschreiben. Möglicherweise baut man dort auch auf einen arabischen Sponsor mit gefüllter Brieftasche, der ein Steuersparmodell sucht! Wie auch immer, die Headline gefällt mir. Helau Kurt Senger

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