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15.05.2012

06:25 Uhr

Coty und Avon

Deutsche Milliardärsfamilie gibt Übernahmekampf auf

Es wäre ein Deal über zehn Milliarden Dollar gewesen. Doch der von der deutschen Milliardärsfamilie Reimann kontrollierte Parfümhersteller Coty gibt im Kampf um den US-Konzern Avon auf.

Heidi Klum und ein Produkt von Coty. dapd

Heidi Klum und ein Produkt von Coty.

New YorkDer von der deutschen Milliardärsfamilie Reimann kontrollierte Parfümhersteller Coty zieht sein Milliarden-Übernahmeangebot für den angeschlagenen US-Kosmetik-Konzern Avon zurück. Der weltgrößte Direktverkäufer von Kosmetik habe sich in keinster Weise auf die 10,7 Milliarden Dollar schwere Offerte von Coty eingelassen, erklärte die Konzernführung in einem am späten Montagabend veröffentlichten Brief an das Avon-Management. Coty gehe deshalb davon aus, dass der Konzern Verhandlungen weiter abgeneigt sei. Avon war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Coty hatte der Avon-Spitze eine Frist bis Montagabend gesetzt und bereits einen Rückzug des Angebots angekündigt, sollte sie sich bis dahin nicht auf Gespräche einlassen. Avon hatte am Sonntag mitgeteilt, sich das Angebot zunächst genau anzuschauen und in einer Woche darauf zu antworten.

Eine Reihe von Avon-Aktionären hatten die jüngste Offerte zwar als unzureichend bezeichnet, sich zugleich aber für Gespräche der beiden Unternehmen ausgesprochen. Die Reimanns bemühten sich seit März um eine Übernahme. Der Kosmetikkonzern setzt darauf, seinen Börsenwert mit der neuen Chefin Sheri McCoy aus eigener Kraft stärker steigern zu können als unter den Fittichen von Coty. Avon setzen sinkende Umsätze auf dem Heimatmarkt und Korruptionsvorwürfe im Auslandsgeschäft zu.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Koboldo

15.05.2012, 08:21 Uhr

Wenn man sich überlegt, wieviele Deals mit Firmen aus den USA schon deutschen Firmen geschadet haben, ist es der richtige Schritt, von weiteren Verhandlungen abzusehen. Abgesehen davon hat Avon in Deutschland nicht unbedingt den besten Ruf...

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