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16.09.2015

08:11 Uhr

C&A, Kaufhof, Kik

Wo die Deutschen am häufigsten Klamotten kaufen

VonJohannes Steger

Eine neue Bluse geht immer: Die Umsätze bei Bekleidung sind unverändert hoch. Eine neue Studie zeigt, bei welchen Händlern die Deutschen ihr Geld am häufigsten lassen. Die Ergebnisse überraschen.

Wo die Deutschen in den vergangenen sechs Monaten häufig einkauften, zeigt die West-Ost-Markenstudie. dpa

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Wo die Deutschen in den vergangenen sechs Monaten häufig einkauften, zeigt die West-Ost-Markenstudie.

DüsseldorfJeden Samstag sieht es in fast jeder deutschen Stadt ähnlich aus. Egal ob im Norden oder Süden, im Westen oder Osten: Menschen tragen pralle Einkaufstüten durch die Innenstädte. Samstag ist Einkaufstag in Deutschland – auch in Zeiten des Online-Handels gehen viele lieber in die Innenstadt als ins Netz. Auf der Einkaufsliste stets beliebt: Bekleidung.

Welches Bekleidungsstück dann in der Einkaufstasche landet, hat nicht nur mit Trends und Geschmäckern zu tun, sondern auch mit der Marke. Und da haben die Deutschen klare Präferenzen, das zeigt die West-Ost-Markenstudie 2015 von MDR-Werbung und dem Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung (IMK). Die Ergebnisse überraschen: An der Spitze liegt ein traditionsreiches deutsches Bekleidungshaus. Auch der Abgesang auf die Kaufhäuser scheint verfrüht.

Hier kaufen die Deutschen ihre Bekleidung ein

Platz 10

New Yorker: 12,9 Prozent.

Quelle: West-Ost-Markenstudie 2015, MDR-Werbung und IMK

Platz 9

Esprit: 15,6 Prozent.

Platz 8

Karstadt: 15,7 Prozent.

Platz 7

Kik: 16,3 Prozent.

Platz 6

S.Oliver: 16,6 Prozent.

Platz 5

Ernsting's Family: 17 Prozent.

Platz 4

Peek & Cloppenburg: 18,4 Prozent.

Platz 3

Galeria Kaufhof: 21,7 Prozent.

Platz 2

Hennes & Mauritz (H&M): 25 Prozent.

Platz 1

C&A: 43,9 Prozent.

„In welchen Bekleidungsgeschäften oder Kaufhäusern haben Sie in den letzten sechs Monaten Bekleidung eingekauft?“, fragten IMK und MDR-Werbung für die sechste Auflage der West-Ost-Markenstudie 2.000 Verbraucher im Osten und 1.000 aus dem Westen. Für das gesamtdeutsche Bild wurden die Einzelergebnisse für Ost und West entsprechend der tatsächlichen Bevölkerungsverteilung gewichtet. Die Stichprobe wurde in Ost höher gewählt, um für die hier ansässigen Unternehmen eine höhere Auflösung der Untersuchungsergebnisse zu ermöglichen.

In der Auswertung schafft es die Bekleidungskette C&A auf den ersten Platz. Sören Schiller, Geschäftsführer des IMK überrascht das nicht: „Die Stärke von C&A ist auch der Präsenz geschuldet.“ In fast allen Groß- und Mittelstädten finden sich Häuser der Marke, so Schiller. Dagegen kann auch H&M nicht viel ausrichten: Während C&A in der Auswertung rund 44 Prozent erreicht, landet Hennes & Mauritz mit 25 Prozent auf dem zweiten Platz. Den Unterschied mache das Sortiment, so IMK-Chef Schiller: „C&A bietet ein breiteres Angebot. Fast jeder Bekleidungsbedarf kann bedient werden.“ Von der Ski-Bekleidung bis zum Street-Style oder der Trachtenmode zum Oktoberfest.

Dank Filialdichte kann auch S.Oliver gewinnen: Das Unternehmen aus Rottendorf schafft es in der Studie auf den sechsten Platz. „S.Oliver hat manch einer vielleicht nicht auf dem Schirm, aber die Marke ist stark filialisiert“, kommentiert IMK-Geschäftsführer Schiller. Sortimentsbreite und Filialdichte seien entscheidend für die Stärke der Marken, fasst Schiller zusammen. Das zeigt sich auch an Ernsting’s Family (5. Platz) oder Kik (7. Platz). Dass es Primark nicht in die Top 10 schafft, könnte auch daran liegen, dass das irische Unternehmen mit vergleichsweise wenigen Filialen in Deutschland vertreten ist.

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