Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.02.2015

14:31 Uhr

Dallmayr

Generationswechsel in der Kaffee-Dynastie

Nach 37 Jahren will Georg Randlkofer im März die Führung des Münchener Kaffee- und Delikatessengeschäfts Dallmayr abgeben. Sein Nachfolger steht schon fest – und kommt aus der eigenen Familie.

Georg Randlkofer (links) gibt die Führung der Alois Dallmayr KG ab Anfang März an seinen Sohn Florian ab. obs

Generationswechsel bei Dallmayr

Georg Randlkofer (links) gibt die Führung der Alois Dallmayr KG ab Anfang März an seinen Sohn Florian ab.

MünchenIn einem Unternehmen, dessen Wurzeln rund drei Jahrhunderte zurückreichen, ist ein Chefwechsel noch Familiensache. Ab 1. März soll beim Münchener Traditionsunternehmen Alois Dallmayr eine neue Generation das Ruder übernehmen. Dann soll Florian Randlkofer (47) in die Unternehmensspitze aufrücken. Er übernimmt damit die Aufgaben seines Vaters Georg Randlkofer (66), der 37 Jahre an der Spitze des Unternehmens gestanden hatte.

„Diesen Schritt haben wir seit Jahren vorbereitet“, kommentiert Georg Randlkofer den Wechsel. Neben seinem Sohn Florian wird Wolfgang Wille weiterhin die Geschäfte leiten. Der Partner der Randlkofers hatte die Strategie schon in den vergangenen Jahren mitbestimmt. Randlkofer Senior will die neue Unternehmensleitung als geschäftsführender Gesellschafter weiter beraten.

Das Delikatessengeschäft in der Münchener Innenstadt ist vor allem für seinen Kaffee über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Jährlich wird das Stammhaus von 2,8 Millionen Menschen betreten, darunter rund die Hälfte Touristen. Gegründet wurde es um 1700, seinen heutigen Namen bekam es allerdings erst im Jahre 1870.

Heute kommt das Unternehmen auf einen Jahresumsatz von 940 Millionen Euro und beschäftigt rund 3400 Mitarbeiter. Zu den bekanntesten Produkten zählen die Kaffeemarken „Dallmayr Prodomo“ und „Dallmayr Crema d’oro“.

Neben dem Verkauft von Kaffee und Delikatessen ist das Unternehmen auch im Automatengeschäft groß vertreten. Über die Sparte Dallmayr Vending betreiben die Münchener über 50.000 Kaffee-Automaten in insgesamt 14 europäischen Ländern und im Nahen Osten.

Möglich, dass mit dem Generationswechsel auch das eigene Geschäft neue Impulse bekommt. „Auf der Basis dieser gelebten Tradition hat sich unser Unternehmen immer gewandelt und entwickelt. Meine Aufgabe ist es, sicher zu stellen, dass dies auch in Zukunft weiterhin so erfolgreich geschieht“, wird Florian Randlkofer in einer Pressemitteilung zitiert.

Von

bay

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×