Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.05.2014

15:22 Uhr

Dank Anleihen

Frisches Geld für Air Berlin

Atempause für Air Berlin: Die angeschlagene Fluggesellschaft hat sich frisches Geld gesichert, Partner Etihad bringt weitere Millionen auf. Die Wandelanleihe wird als Eigenkapital angerechnet.

Air Berlin hat sich mit Geld aus Anleihen Luft verschafft. Nun soll investiert werden. Reuters

Air Berlin hat sich mit Geld aus Anleihen Luft verschafft. Nun soll investiert werden.

BerlinAir Berlin hat sich mehr als eine halbe Milliarde Euro frisches Geld gesichert. Neben der Finanzspritze ihres Großaktionärs Etihad in Höhe von 300 Millionen Euro sammelte die angeschlagene Fluggesellschaft über zwei Anleihen 252 Millionen Euro ein, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Bisherige Gläubiger zeigten jedoch kaum Interesse, ihre Air-Berlin-Anleihen mit Zinsen von 8,5 und 11,5 Prozent in die neuen, länger laufenden Papiere umzutauschen, die bis zum Jahr 2019 mit 6,75 und 5,625 Prozent verzinst werden. Lediglich knapp 13 Millionen Euro kann Air Berlin auf diese Weise umschulden. Eigentlich hatte Finanzchef Ulf Hüttmeyer auf 100 Millionen Euro gehofft.

Kapitalspritze von Etihad: Air Berlin bleibt auf Schlingerkurs

Kapitalspritze von Etihad

Air Berlin bleibt auf Schlingerkurs

Übernahme durch Etihad, Fusion mit Alitalia – alles vom Tisch. Air Berlin erhält lediglich frisches Geld vom arabischen Partner. Jetzt soll ein neues Geschäftsmodell die Wende bringen. Doch die Pläne bleiben vage.

Von der Anleihesumme will die Gesellschaft 150 Millionen Euro in allgemeine Unternehmenszwecke stecken. Mit dem übrigen Geld will sie nun die älteren Anleihen bei günstigen Kursen am Markt zurückkaufen. Air Berlin hatte nach jahrelangen Verlusten kein Eigenkapital mehr. Die von der arabischen Fluggesellschaft Etihad gezeichnete Wandelanleihe mit unbefristeter Laufzeit soll nun als Eigenkapital angerechnet werden. Durch die Konstruktion mit der Wandelanleihe soll verhindert werden, dass Etihad die Mehrheit an Air Berlin übernimmt, da in diesem Fall Air Berlin viele Start- und Landerechte verlieren würde.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×