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07.08.2013

11:24 Uhr

Danone, Friesland-Campina & Co.

China verhängt Kartellstrafe gegen sechs Milchkonzerne

Wegen Preisabsprachen müssen sechs internationale Konzerne, darunter Danone und Friesland-Campina, in China eine Millionenstrafe zahlen. Die Firmen hatten offenbar eingeräumt, Milchpreise abgesprochen zu haben.

Sechs internationale Konzerne sollen die Preise für Milch in China abgesprochen haben. dpa

Sechs internationale Konzerne sollen die Preise für Milch in China abgesprochen haben.

PekingChina hat gegen sechs internationale Milchkonzerne wegen Preisabsprachen umgerechnet rund 80 Millionen Euro Strafe verhängt. Dies teilte die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission am Mittwoch in Peking mit. Betroffen ist auch der neuseeländische Molkereiriese Fonterra, der zuletzt wegen verseuchten Milchpulvers in die Schlagzeilen geriet.

Zudem sollen chinesische Ableger des französischen Danone-Konzerns und der niederländischen Friesland-Campina an den Preisabsprachen beteiligt gewesen sein, ebenso wie Töchter der US-Firmen Mead Johnson Nutrition und Abbott Laboratories sowie der in Hongkong ansässigen Biostime International.

Die Firmen hatten den Angaben zufolge eingeräumt, mit der Festlegung von Mindestpreisen Chinas vor fünf Jahren in Kraft gesetztes Anti-Monopol-Gesetz verletzt zu haben. Die Kommission erklärte, dies habe die Kosten für Verbraucher in die Höhe getrieben.

Die Festlegung von Mindestpreisen ist in manchen Märkten durchaus üblich. Die chinesische Führung sieht sie jedoch offenbar als illegal an, wie Experten erläuterten. Die Durchsetzung der Anti-Monopol-Gesetze werde immer nachdrücklicher, sagte der Anwalt Wang Xiang vom Büro Orrick, Herrington & Sutcliffe.

Nach einem Skandal um verunreinigte chinesische Babymilch, an der 2008 sechs Säuglinge starben, waren viele Eltern auf teurere importierte Milchprodukte umgestiegen.

Von

ap

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