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05.11.2014

11:43 Uhr

Das sind die Lücken im GDL-Streikchaos

Und die Bahn fährt doch

Die Lokführergewerkschaft GDL legt Deutschland lahm – ganz Deutschland? Nicht ganz: Welche Bahnen noch fahren, wo und wann Kunden sich informieren können, wie kulant die Bahn ist und welche Alternativen Sie jetzt haben.

Lokführerstreik bei der Deutschen Bahn: Was fährt, was nicht? dpa

Lokführerstreik bei der Deutschen Bahn: Was fährt, was nicht?

DüsseldorfDer Countdown zum längsten Streik bei der Deutsche Bahn in ihrer 20-jährigen Geschichte läuft. Die Lokführer wollen ab 15 Uhr mehr als vier Tage die Arbeit ruhen lassen - zunächst nur im Güterverkehr, ab Donnerstag auch im Personenverkehr. Nicht von dem Streik betroffen sind Verbindungen von Privatbahnen.

Die Deutsche Bahn hat jedoch – wie in solchen Fällen üblich – einen Notfallplan aufgestellt und verspricht, wenigstens ein Drittel des normalen Zugangebots auf die Schiene zu bekommen. Der Ersatzfahrplan für den Fernverkehr für Donnerstag ist bereits seit Dienstagabend in die Reiseauskunft der Bahn im Internet eingespielt. Der für Freitag soll am Mittwoch um 12 Uhr, der für Samstag am Donnerstag um 18 Uhr und der für Sonntag am Freitag um 18 Uhr veröffentlicht werden. Fallen planmäßige Züge aus, soll dies dort vermerkt und mit einem Link zu möglichen Alternativen in den Details versehen sein. Ab 12 Stunden vor Abfahrt sollten Kunden, so empfiehlt die Bahn, sich nochmals in der Live-Auskunft informieren, welche Fernverkehrsverbindungen bedient werden.

Informationen zum Regionalverkehr bietet die Bahn unter www.bahn.de/aktuell.

Zusätzlich zur allgemeinen Servicenummer unter 0180 6 99 66 33 (20ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk max. 60ct/Anruf) hat die Bahn wieder die kostenlose Servicenummer 08000 99 66 33 besetzt unter der man sich über bestehende Verbindungen informieren kann.

Wer seine Reise nicht wie geplant antreten kann, kann seine Fahrkarte und Reservierung im DB Reisezentrum oder in den DB Agenturen und bei Online-Tickets über www.bahn.de kostenlos erstatten lassen, schreibt das Unternehmen. Alternativ können Reisende den nächsten – auch höherwertigen – Zug nutzen, verspricht die Bahn. In diesem Fall werde bei zuggebundenen Angeboten, wie beispielsweise Sparpreis-Tickets, auch die Zugbindung aufgehoben.

Kommentare (4)

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Herr Horst Meiller

05.11.2014, 12:49 Uhr

"Stell Dir vor es ist Bahn- und keiner fährt mit!"
Vielleicht wäre es wirklich mal sehr lehrreich und eine geeignete erzieherische Maßnahme für die nötigenden und ein ganzes Land in Geiselhaft nehmenden Lukasse und deren Jim Knopfs, wenn die Bahnkunden sie mal für einige Zeit "links liegen lassen" und so die Bahn zwingen, Leute abzubauen.
Mal schauen, ob die dann ihrem selbsternannten Führer immer noch zujubeln und ihm in den Kampf bis zum letzten Atemzug folgen...!

Peter Vetas

05.11.2014, 13:00 Uhr

Vielleicht wäre es mal sehr lehrreich, wenn in Deutschland so gestreikt würde wie in Frankreich und die Busfahrer und die Privatbahnen aus Sympathie ebenfalls in Streik treten würden. Vielleicht würde das bei zukünftigen Streiks das ewige lamentieren wegen Kleinigkeiten beenden.

Herr Josef Duffner

05.11.2014, 13:39 Uhr

Als die Bahnführer noch Beamte waren, gab es keine Streiks.
Nun sind sie eben keine Beamte mehr und die Bahn ist Unternehmen das in der freien Marktwirtschaft angekommen ist.
Und in der freien Marktwirtschaft soll ja alles besser sein und es gibt dort ein freies Streikrecht, daher dürfen die Bahnführer nun auch streiken.
So einfach ist das.
Dass die Bahn um gebaut wird war der Wille nicht des Vlies sondern der unserer Politiker.
Deshalb sollten man auch mal daran denken und nicht nur lamentieren.

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