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18.03.2016

20:08 Uhr

DB Schenker und GLS

Bahn-Tochter kooperiert mit Paketdienst

Bewegung im europäischen Logistik-Markt: Die Kunden von DB Schenker fordern mehr Angebote für den Transport und die Auslieferung von Paketen. Mit Hilfe einer Kooperation will die Bahn-Tochter die Kundenwünsche erfüllen.

DB Schenker und GLS arbeiten künftig europaweit beim Transport und der Zustellung von Paketen zusammen. dpa

GLS und DB Schenker

DB Schenker und GLS arbeiten künftig europaweit beim Transport und der Zustellung von Paketen zusammen.

HamburgDie Bahn-Tochter DB Schenker und der Paketdienst GLS arbeiten künftig europaweit beim Transport und der Zustellung von Paketen zusammen. DB Schenker schließe damit vor allem auf Drängen der Kunden eine Lücke in seinem Leistungsangebot, sagte Vorstand Ewald Kaiser am Freitag in Hamburg. „Europaweit wächst der Markt für Pakettransporte schneller als für Stückgut“, sagte Kaiser. „Und daran wollen wir einen Anteil.“

Bislang befördert die Bahn-Tochter jährlich 35 Millionen Pakete und erreicht damit 200 Millionen Euro Umsatz; bis zum Jahr 2020 sollen es 500 Millionen Euro sein. Die beiden Unternehmen hatten die strategische Partnerschaft bereits im vergangenen September beschlossen. In Deutschland beginnt die Zusammenarbeit bereits in diesem Monat, es folgen die Benelux-Länder, Frankreich und Spanien. „Bis Ende 2017 sollen alle europäischen Länder in der Kooperation erfasst sein“, sagte GLS-Chef Rico Back.

Die Kooperation richtet sich auch auf den Markt mit dem Endverbraucher (B2C), also Internet-Handel und E-Commerce mit Konsumartikeln. Dieser Bereich wächst jährlich um zweistellige Prozentraten. Beide Unternehmen bedienen aber vorwiegend gewerbliche Kunden (B2B); auch die versenden viele Pakete untereinander.

Die Konkurrenten der Deutschen Post

DPD

DPD Deutschland gehört zur DPD Group, nach eigenen Angaben das zweitgrößte Netzwerk von Paketdiensten in Europa. Die Zentrale des Unternehmens mit 7500 Mitarbeitern ist in Aschaffenburg (Bayern). Im März 2015 kündigte der Paketdienst an, die Deutsche Post DHL mit einer einheitlichen europäischen Marke herauszufordern. So soll das Paketnetz europaweit auf 22.000 Stationen erweitern werden.

Quelle: dpa

Pin Mail AG

Bei dem Postdienstleister mit Sitz in Berlin dominiert die Farbe Grün - statt Post-Gelb. Die Firma hat rund 1150 Mitarbeiter und beförderte 1999 in der Hauptstadt die ersten Briefsendungen.

Hermes

Der international tätige Handels- und Logistikdienstleister ist ein Tochterunternehmen der Otto Group und beschäftigt rund 9000 Mitarbeiter in Deutschland. In Europa bewegte die Hamburger Firma im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 530 Millionen Sendungen im Paket- und Logistikgeschäft. Deutschland gehört zu den Kernmärkten.

TNT

Das niederländische Unternehmen ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Anbieter von Expressdienstleistungen für Geschäftskunden. Dazu gehört die deutsche TNT Express GmbH mit Sitz in Troisdorf (Nordrhein-Westfalen) mit etwa 3700 Mitarbeitern. Im Jahr 2013 hatten die EU-Wettbewerbshüter eine Fusion mit dem US-Paketdienst UPS untersagt.

UPS

Der US-Paketdienstleister bezeichnet sich als der größte Express- und Paketzustelldienst weltweit mit rund 435 000 Mitarbeitern. Im April 2015 kündigte UPS-Deutschland-Chef Frank Sportolari in der „Wirtschaftswoche“ an, dass der Konzern eine Milliarde Euro in Europa investieren wolle - unter anderem in den Ausbau seiner Sortierzentren und in neue Paketshops.

Mit der Zusammenarbeit sollen diese Kunden ein europaweites Standardprodukt erhalten. GLS, eine Auslandstochter der britischen Royal Mail mit Sitz in den Niederlanden, hat europaweit rund 600 Standorte und 220 000 Kunden und wird den Transport der Pakete auf der „letzten Meile“ übernehmen, also die Zustellung an den Endkunden.

Von

dpa

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