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15.02.2016

13:18 Uhr

Deichmann

Blogger sollen Lust auf Schuhe machen

VonMartin-W. Buchenau

Deichmann expandiert weiter und will auch sein Online-Geschäft ausbauen. Weltweit sollten dieses Jahr 168 Filialen neu eröffnet werden. Der Konkurrenz will der Schuhhändler mit Aktionen mit Mode-Bloggern begegnen.

Der Schuhhändler will in diesem Jahr 168 neue Filialen eröffnen. dpa

Deichmann

Der Schuhhändler will in diesem Jahr 168 neue Filialen eröffnen.

Europas größter Schuhhändler Deichmann will 2016 wieder mit besonderen Kollektionen und Aktionen mit Mode-Bloggern der wachsenden Konkurrenz durch Onlinehändler begegnen. Nach Kooperationen mit der schwedischen Streetstyle-Ikone Caroline Blomst, der Italienerin Veronica Ferraro und der New Yorker Starbloggerin Hanneli Mustaparta soll in diesem Jahr eine vierte Kooperation folgen, kündigte Deichmann an, ohne den Namen zu verraten. Unterdessen wird die Kampagne „President of Sneakers“ mit dem Schauspieler Oliver Korittke fortgesetzt.

Deichmann will mit diesen Maßnahmen sowie dem Ausbau des Filialnetzes seinen Expansionskurs in diesem Jahr forcieren und plant die Eröffnung von 168 neuen Geschäften, knapp die Hälfte davon in Deutschland. Im vergangenen Jahr waren 110 Läden hinzugekommen. Deichmann verfügt jetzt über 3710 Filialen mit rund 37.300 Beschäftigten. Für 2015 meldet das Unternehmen ein Umsatzplus um 8,3 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei 3,1 Prozent (flächenbereinigt 1 Prozent). Die Unternehmensgruppe hat 2015 weltweit 172,3 Millionen Paar Schuhe über die Filialen und Onlineshops verkauft.

„2015 war für uns wie für die gesamte Branche herausfordernd“, sagte Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates. Insbesondere der schwache Winter habe der Branche in Deutschland zu schaffen gemacht. Gegen den rückläufigen Branchentrend sei Deichmann im Inland um 4,3 Prozent gewachsen. 2015 hat das Familienunternehmen den Service „Ship to Home“ gestartet. Dabei kann der Kunde Schuhe, die er aktuell in der Filiale nicht gefunden hat, direkt im Geschäft bestellen und bezahlen und sich versandkostenfrei nach Hause schicken lassen kann.

Mit solch einem Omnichannel-Konzept versucht Deichmann die wachsenden Konkurrenz im Netz durch Online-Shops wie Zalando auf Distanz zu halten. „Trotz der schwierigen Marktlage war 2015 für uns ein gutes Jahr“, sagte Deichmann. Derzeit betreibt die Gruppe selbst international 25 verschiedene Onlineshops. Weitere E-Shops in den jeweiligen Märkten und damit verbundene Serviceangebote sind für 2016 in Planung. „Vor dem Hintergrund der Konsolidierung des Schuhhandels sind unsere guten Ergebnisse nicht selbstverständlich“, betonte der Firmenchef.

Die deutsche Schuhindustrie in Zahlen

Ausgaben für Schuhe

Pro Jahr geben die Deutschen über zwölf Milliarden Euro für Schuhe aus.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Marken-Stars

Nike und Adidas sind hierzulande die am weitesten verbreiteten Schuhmarken.

Beliebtester Händler

Deichmann ist sowohl nach Umsatz als auch nach Filialzahl der größte Schuhhändler Deutschlands.

Umsatz

Insgesamt setzt der stationäre Fachhandel über sieben Milliarden Euro netto um.

Importe

Im Jahr 2015 wurden Schuhe im Wert von 2,5 Milliarden Euro aus China importiert.

Der Gewinn habe sich „erfreulich entwickelt“, sagte der Unternehmer ohne ihn genau zu nennen. „Wir können weiterhin unser Wachstum ohne externe Geldgeber realisieren und bleiben damit unternehmerisch unabhängig“, betonte Deichmann. Rund 60 Prozent des Umsatzes erzielt Deichmann inzwischen im Ausland.

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