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08.08.2016

15:40 Uhr

Delta

Computerpanne stürzt Airline ins Chaos

Ein Systemausfall bei der US-Fluggesellschaft Delta bringt den Luftverkehr durcheinander. Über Stunden konnten keine Maschinen der Airline mehr starten. Nutzer berichteten von Chaos an den Schaltern – auch in Europa.

Wegen der Computerpanne bei der US-Airline konnten Flüge weltweit nicht starten. dpa

Delta-Passagiere in Rom

Wegen der Computerpanne bei der US-Airline konnten Flüge weltweit nicht starten.

AtlantaEine Computerpanne hat am Montag über Stunden hinweg sämtliche Starts der US-Fluggesellschaft Delta Airlines gestoppt. Zehntausende Passagiere in aller Welt saßen fest. Hintergrund der Panne war laut dem Unternehmen ein Stromausfall in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, wo Delta seinen Hauptsitz hat. Nach mehreren Stunden meldete die Fluggesellschaft, das Problem sei behoben - doch die Auswirkungen dürften noch tagelang zu spüren sein.

Der Stromausfall begann den Angaben zufolge gegen 2.30 Uhr am Montagmorgen (10.30 Uhr MESZ) und führte zu Problemen mit den Computersystemen. Wenig später teilte Delta mit, dass sämtliche Starts abgesagt werden müssten. Wer einen Flug gebucht habe, solle sich über den Status der Verbindung informieren, riet das Unternehmen seinen Kunden. Es sei mit zahlreichen Flugabsagen zu rechnen.

Bereits in der Luft befindliche Flieger seien von dem Problem nicht betroffen, erklärte Delta. Um was für eine Panne es sich genau handelte, teilte die Fluggesellschaft nicht mit. Zu allem Überfluss wurde laut dem Unternehmen an den Flughäfen vielfach angezeigt, dass die Flüge pünktlich starten würden.

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Nach mehreren Stunden erklärte Delta die Panne für behoben. Die Starts würden nach und nach wieder anlaufen. Allerdings müssten Kunden weiterhin mit Verspätungen und abgesagten Flügen rechnen. Delta fliegt auch mehrere deutsche Flughäfen an.

Im US-Fernsehen waren lange Schlangen vor Serviceschaltern der Fluggesellschaft in mehreren Städten zu sehen. Im Kurzbotschaftendienst Twitter wurde das Unternehmen mit Anfragen von tausenden Kunden überschüttet. Delta nutzte diesen Kanal, um sich für die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen und um Geduld zu bitten.

Eine Panne von einem solchen Ausmaß beeinträchtigt den Flugverkehr für gewöhnlich noch mehrere Tage lang. Selten sind derartige IT-Probleme nicht: Erst im Mai hatte eine Panne im Radarsystem der schwedischen Flugüberwachung den Flugverkehr in dem Land stundenlang lahmgelegt. Im August 2015 verursachten Computerprobleme einer regionalen Flugüberwachungsbehörde im Osten der USA hunderte von Verspätungen.

Im März 2016 sorgte eine Computerpanne bei der japanischen All Nippon Airways (ANA) zur Absage von mehr als 100 Inlandsflügen. Rund 16.000 Reisende waren betroffen.

Und auch der Delta-Konkurrent United hatte bereits im solchen Problemen zu kämpfen - und das gleich doppelt. Im Mai und dann erneut im Juli 2015 sorgten Computerstörungen dazu, dass hunderte Flugzeuge vorübergehend am Boden bleiben mussten. Tausende Passagiere mussten Verspätungen in Kauf nehmen.

Von

afp

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