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27.01.2015

17:49 Uhr

Desaster bei Transportflugzeug

Airbus prüft Konsequenzen aus dem A400M-Debakel

ExklusivBei Airbus musste bislang niemand die Verantwortung für die peinlichen Verspätungen bei der Auslieferung des Militärtransporters A400M übernehmen. Das soll sich nun ändern – die Kritik am Rüstungskonzern reißt nicht ab.

Seltener Anblick: Viele der bestellten A400M-Transportflugzeuge sind noch nicht in der Luft. dpa

Seltener Anblick: Viele der bestellten A400M-Transportflugzeuge sind noch nicht in der Luft.

Der Flugzeughersteller Airbus will nach Konzernkreisen „organisatorische Konsequenzen“ aus dem Desaster um die verspätete Auslieferung des Transportflugzeugs A400M ziehen. Geprüft wird nach Informationen des Handelsblattes vor allem die Verantwortung der Konzernsparte Airbus Military, die das Transportflugzeug entwickelt und baut. An der Spitze der Einheit steht seit 2009 der Spanier Domingo Ureña-Raso. Zudem prüft das Management um Konzernchef Tom Enders bis zur Bilanzvorlage Ende Februar die Höhe der möglichen Sonderbelastungen, die sich aus der erneuten Auslieferungsverschiebung ergeben.

Koalitionspolitiker reagieren verärgert auf die neuen Probleme beim A400M und fordern Konsequenzen. „Ein solches Debakel kann nicht ohne personelle Konsequenzen für das Projektmanagement bleiben“, sagt CSU-Verteidigungsexperte Florian Hahn dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). Die erneuten Verzögerungen seien inakzeptabel, schließlich würden die Maschinen dringend für den Lufttransport gebraucht. „Ich halte es für angebracht, dass Tom Enders vor dem Verteidigungsausschuss Rede und Antwort steht“, sagte Hahn.

A400M-Verzögerungen: Von der Leyen macht Airbus schwere Vorwürfe

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Von der Leyen macht Airbus schwere Vorwürfe

Die erste A400M wurde mit vier Jahren Verspätung geliefert, bei den restlichen Transportflugzeugen für die Bundeswehr gibt es erneut Verzögerungen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird deutlich.

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Arnold, fühlt sich getäuscht: „Mir kann niemand erzählen, dass die Schwierigkeiten Airbus nicht schon länger bekannt waren, offenkundig wurden sie vor uns verschwiegen“, sagte er. „Durch ein solches Verhalten beschädigt der Konzern das Vertrauen, was angesichts der anstehenden Projekte sehr problematisch ist.“ Auch der Grünen-Haushälter Tobias Lindner bezeichnete es als „bemerkenswert, dass wir trotz regelmäßiger Kontakte aus den Medien darüber erfahren. Das stärkt nicht gerade das Vertrauen der Politik in die Industrie.“

Deutschland ist mit 53 Maschinen der größte A400M Kunde. Airbus hatte kürzlich einräumen müssen, dass es 2015 nicht wie geplant fünf der Transportmaschinen an die Luftwaffe ausliefern kann. Wie viele es sein werden, ist noch unklar. Auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte Airbus dafür scharf kritisiert.

Kommentare (5)

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Herr Tom Schmidt

27.01.2015, 18:09 Uhr

Welch Krokodilstränen! Sie wären auch glaubwürdiger, wenn man dieser Firma (und die Liste mit der Nicht-Performance DIESER Firma ist lang) nicht dauernd die nächsten Gelder wieder hinschieben würde, egal ob sie liefern oder nicht!

Auftrags- und Zahlungsstopp bis die Flieger da stehen und das können was spezifiziert ist.

Real gesehen, wird man jetzt wieder andere Töpfe finden und die Firma halt für was anderes bezahlen! Wie immer!

Account gelöscht!

27.01.2015, 18:25 Uhr

Airbus prüft Konsequenzen aus dem A400M-Debakel

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Sollte Europa wegen der Ukraine in einem Krieg geraten...

und solche Transportmaschinen benötigen die auch funktionieren...

der Russe vermietet bestimmt weiter seine Flugzeuge an Europa !

:-)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

EUROPA ist zum Auslachen da !!!!!

Nicht wahr liebe EU ?????






Frau Ute Umlauf

27.01.2015, 18:32 Uhr

Airbus ist ein lahmer Laden. [...]

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