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15.06.2015

13:23 Uhr

Designermode von der Kette

Wenn die Prinzessin H&M trägt

VonGeorg Weishaupt

Prinzessin Victoria von Schweden trug bei der Hochzeit ihres Bruders ein Kleid von H&M. Für die Kette ist das ein erneuter Coup – der royale Glanz hilft im Kampf gegen die starke Konkurrenz von Primark und Co.

Die schwedische Kronprinzessin, hier am Arm von Ehemann Daniel, überraschte bei der Hochzeit ihres Bruders mit einem Kleid der Modekette. AFP

Victoria trägt H&M

Die schwedische Kronprinzessin, hier am Arm von Ehemann Daniel, überraschte bei der Hochzeit ihres Bruders mit einem Kleid der Modekette.

DüsseldorfPrinzessin Victoria von Schweden überraschte am Wochenende bei der Hochzeit ihres Bruders Prinz Carl Philip mit Sofia Hellqvist die Öffentlichkeit: Sie trug nicht, wie bei solchen Anlässen üblich, die Haute Couture eines berühmten Modedesigners, sondern ein Kleid des schwedischen Filialisten H&M.

Die Thronfolgerin von Schweden strahlte in einem langen, wallenden Seidenkleid der Kollektion „Conscious Exclusive“. Das ist eine Sonderkollektion aus nachhaltigen Materialien wie Bio-Baumwolle, Hanf und recyceltem Polyester, die H&M herausbringt. Sie wurde von Designern des schwedischen Konzerns entworfen und als Kleid für die Prinzessin maßgeschneidert.

H&M setzt gezielt auf solche Sonderkollektionen, um sich im Massengeschäft ins Gespräch zu bringen. Einmal im Jahr sorgt der Konzern mit Kleidern, Blusen oder Anzügen eines berühmten Modedesigners für Aufmerksamkeit. Im vergangenen November war es der amerikanische Avantgarde-Youngster Alexander Wang, dessen Kreationen der Filialist verkaufte.

Dieses Jahr lässt der Konzern den jungen Designer Olivier Rousteing des französischen Luxuslabels Balmain für den Filialisten schneidern. „Ich möchte meine Generation ansprechen“, sagte der Designer, Jahrgang 1986, als er im Mai die Kooperation bekannt gab. Was das für seine H&M-Kollektion bedeutet, ist noch nicht bekannt, nur dass es sich um Mode für Damen und Herren handelt. Klar ist aber, dass seine Ideen – wie immer – nur in 250 von insgesamt 3.641 Läden weltweit verkauft werden.

Der schwedische Filialist startete seine Kooperation mit bekannten Designern vor gut zehn Jahren. Karl Lagerfeld entwarf damals seine Vision der Haute Couture für das Massengeschäft. Weitere Stars der Modebranche wie Stella McCartney oder Versace folgten, um die Kunden mit einem Hauch von Luxus zu erschwinglichen Preisen in ausgesuchte Stores weltweit zu locken.

So wortreich sich der Konzern zu den exklusiven Kollektionen äußert, so wortkarg gibt er sich, wenn es um Verkaufszahlen geht. „Wir sind mit dem Geschäft sehr zufrieden“, sagte eine Sprecherin des schwedischen Modekonzern in Deutschland lediglich und fügte hinzu: „Die Umsätze mit Designer-Kleidung nennen wir nicht.“

Kommentare (1)

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15.06.2015, 16:01 Uhr

Königshäuser sind Nichtsnutze u. gehören abgeschafft. Sie leben wie die Parasiten auf Kosten der buckelnden Steuerzahler. Prinz FitnessTrainer hat weder eine Ausbildung noch arbeitet diese Hantelstange irgend etwas. Das gilt auch für die Prinzessin.

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