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17.01.2009

14:44 Uhr

Deutsche Bahn

Weiter Probleme mit dem ICE

Die Bahn muss möglicherweise bei den Neigetechnik-Zügen ICE-T alle Achsen wechseln. "Unsere Experten schließen nicht mehr aus, dass wir bei der ICE-T-Flotte die entsprechenden Achsen austauschen müssen", sagte Bahn-Chef Hartmut Mehdorn der "Bild am Sonntag" laut Vorabbericht

Viele Züge der ICE-Reihe könnten bald wieder in die Werkstatt rollen. Foto: AP ap

Viele Züge der ICE-Reihe könnten bald wieder in die Werkstatt rollen. Foto: AP

HB BERLIN. . Er kündigte Schadenersatzforderungen an. Federführend bei den ICE-T-Achsen sind die kanadische Bombardier und die französische Alstom. Die Bahnindustrie habe ihm für Mitte Dezember eine Lösung in Aussicht gestellt, sagte Mehdorn. "Jetzt haben wir Mitte Januar, und ich habe immer noch keine Antwort bekommen. (...) Wir werden wegen der Risse in den Achsen bei der Industrie Schadenersatz geltend machen. Ich gehe von einem dreistelligen Millionenbetrag aus." Der Austausch der Achsen könne bis zu zwei Jahre dauern.

Nachdem ein ICE-3 nach einem Achsbruch im Juli im Kölner Hauptbahnhof entgleist war, hatte das Eisenbahn-Bundesamt die Wartungsintervalle von 300 000 auf 30 000 Kilometer verringert. Auch die rund 70 Neigetechnikzüge ICE-T werden verstärkt überprüft. Die Maßnahmen hatten über längere Zeit hinweg zu Verspätungen der Züge und Einschränkungen im Bahnverkehr geführt. Der ICE-3 wird von einem Konsortium aus Bombardier, Alstom und Siemens gebaut.

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