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20.01.2004

17:50 Uhr

Handel + Dienstleister

Deutsche finden Lust aufs Reisen wieder

Nach einer Studie der Dresdner Bank werden die Deutschen 2004 wieder deutlich mehr ins Ausland reisen.

HB STUTTGART. Im Zuge des Konjunkturaufschwungs würden 2004 in Deutschland voraussichtlich 55 Milliarden Euro für Auslandsreisen ausgegeben, fünf Prozent mehr als 2003, hieß es in der am Dienstag auf der Messe CMT in Stuttgart vorgestellten Reiseverkehrsbilanz der Dresdner Bank. „Nach drei schwachen Jahren spricht derzeit viel dafür, dass der Reiseverkehr wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehrt“, sagte Volkswirt Hans-Peter Muntzke. Im vergangenen Jahr waren die Ausgaben um 5,5 Prozent auf 52,5 Milliarden Euro eingebrochen.

Ihre Zuversicht gründen die Dresdner-Bank-Volkswirte auf die Konjunkturerholung in Deutschland, die die Konsumausgaben um 1,5 Prozent steigen lassen werde. Auch die geopolitische Lage habe sich verbessert, auch wenn Risiken blieben. Bei den Reisezielen erwartet die Bank eine Erholung der klassischen Urlaubsländer Spanien, Türkei und Ägypten, aber auch Billigziele in Mittel- und in Osteuropa wie Kroatien oder Bulgarien dürften kräftige Zuwächse verzeichnen. Fernreisen profitierten wohl vom festen Euro. Im abgelaufenen Jahr war nach Erhebungen der Deutschen Bundesbank Spanien der Favorit der Deutschen, die dort rund 6,8 Milliarden Euro ausgaben, gefolgt von Italien (6,4 Milliarden) und Österreich (5,8 Milliarden).

Der Tourismus in Deutschland dürfte von der verbesserten Stimmung und von der anziehenden Konjunktur in den europäischen Nachbarländern profitieren. Auch die Billigflugangebote zögen Touristen für Kurztrips nach Deutschland. Die Einnahmen der heimischen Tourismuswirtschaft dürften demzufolge um drei Prozent auf 20,6 Milliarden Euro wachsen, nachdem sie 2003 zum zweiten Mal in Folge auf 20,0 (Vorjahr: 20,3) Milliarden Euro zurückgegangen waren. Die meisten Reisenden nach Deutschland kommen aus geschäftlichen, nicht aus touristischen Gründen.

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