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23.05.2017

14:33 Uhr

Deutsche Messe AG

Messegesellschaft steht vor Führungswechsel

Überraschung bei der Deutschen Messe: Treffen noch unbestätigte Berichte zu, muss der bisherige Vorstandschef Wolfram von Fritsch seinen Hut nehmen. Er wäre gerne noch drei Jahre geblieben. Offiziell äußert sich niemand.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Messe AG will den Vertrag des Vorstandschefs nicht mehr verlängern. Frisch kam im Jahr 2008 von der Deutschen Bahn und gilt als Sanierer. dpa

Wolfram von Fritsch

Der Aufsichtsrat der Deutschen Messe AG will den Vertrag des Vorstandschefs nicht mehr verlängern. Frisch kam im Jahr 2008 von der Deutschen Bahn und gilt als Sanierer.

HannoverBei der Deutschen Messe AG steht nach Angaben der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ ein Führungswechsel bevor. Der Aufsichtsrat will demnach auf seiner Sitzung am 12. Juni den Vertrag von Vorstandschef Wolfram von Fritsch nicht mehr verlängern. Nach dpa-Informationen begründet der Aufsichtsrat das unter anderem damit, dass er die Zahl der Vorstände von vier auf drei reduzieren will. Eine offizielle Bestätigung gab es aber nicht. „Wir sind alle sehr überrascht, es gab bisher keine Hinweise“, sagte Messe-Sprecher Wolfgang Kossert am Dienstag. Er betonte: „Selbstverständlich gibt es noch keine Entscheidung, die kann nur der Aufsichtsrat treffen.“

Von Fritsch, der 2008 von der Deutschen Bahn kam, war für eine Stellungnahme zunächst nicht bereit. Die Deutsche Messe will nach einem jahrelangen Sanierungskurs unter von Fritsch' Leitung in diesem Jahr wieder Gewinne erzielen. Fürs Geschäftsjahr 2016 betrug der Verlust 3,7 Millionen Euro, 2017 hofft das Unternehmen auf einen Gewinn von 16 Millionen Euro. Die Deutsche Messe AG mit ihren 1200 Mitarbeitern veranstaltet Industriemessen im In- und Ausland, darunter die zunehmend dem digitalen Wandel gewidmete IT-Messe Cebit und die Industrieschau Hannover Messe.

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Deutsche Messe AG will 2017 wieder schwarze Zahlen schreiben

Die Deutsche Messe AG will nach eigenen Angaben im Jahr 2017 wieder Gewinne erzielen. "2016 wird das letzte Jahr, in dem wir einen Verlust ausweisen", kündigte der Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Wolfram von Fritsch, am Dienstag an. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet das Unternehmen einen Verlust von 3,9 Millionen Euro bei einem Umsatz von 301 Millionen Euro. Im Jahr 2017 hofft das Unternehmen auf einen Gewinn von 16 Millionen Euro.

Mit 463 000 Quadratmetern Ausstellungsgelände ist die Deutsche Messe die weltweit größte Messegesellschaft. Sie galt bei Amtsantritt durch von Fritsch als Sanierungsfall. Der Manager hatte bereits vor einigen Monaten verkündet, dass er seinen damals eingeschlagenen Sanierungskurs nun erfolgreich beendet sehe. Seine Amtszeit endet spätestens im April 2018, wenn sie nicht wie von Fritsch erhofft um weitere drei Jahre verlängert werden sollte. Unklar ist, ob er sie in dem konkreten Fall dann bis zum Ende erfüllen wird.

Als mögliche Nachfolger gelten nach Informationen der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ der für die Hannover Messe zuständige Jochen Köckler sowie der für die zur Zeit stattfindende Holz-Fachmesse Ligna zuständige Manager Andreas Gruchow. Die Deutsche Messe AG gehört zu je knapp der Hälfte der Stadt Hannover und dem Land Niedersachsen. Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD), der als Vertreter des Landes den Aufsichtsratsvorsitz innehat, wollte sich nach Angaben seines Hauses zunächst nicht öffentlich zu Personalien äußern, die in dem Gremium erörtert werden.

Von

dpa

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