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14.04.2016

18:02 Uhr

Deutsche Post

Internet-Boom könnte 100.000 neue Jobs bis 2020 bringen

20 Prozent Beschäftigungszuwachs in nur vier Jahren: Die Deutsche Post rechnet wegen des zunehmenden Internethandels mit einem steigenden Bedarf an Mitarbeitern. Robotern erteilt Konzernchef Appel eine Absage.

Der technische Fortschritt bedrohe Postzusteller nicht, so Appel – Roboter könnten die Arbeit der Zusteller höchstens unterstützen. dpa

Keine Roboter

Der technische Fortschritt bedrohe Postzusteller nicht, so Appel – Roboter könnten die Arbeit der Zusteller höchstens unterstützen.

Bonn/HamburgAngetrieben durch den boomenden Internethandel und das globale Paketgeschäft rechnet die Deutsche Post in den kommenden Jahren mit einem kräftigen Ausbau ihrer Belegschaft. Aus den derzeit knapp 500.000 Beschäftigten des Konzerns dürften bis zum Jahr 2020 weltweit „eher 600.000 Mitarbeiter“ werden, sagte Vorstandschef Frank Appel der „Wirtschaftswoche“ (Freitag). Allein für Deutschland hatte der Logistikriese im Paketgeschäft bis zu diesem Zeitpunkt nach früheren Angaben die Schaffung von 20.000 neuen Jobs prognostiziert.

Erst seit kurzem stellt der Bonner Konzern auch in Skandinavien und in den baltischen Staaten Pakete zu. Damit ist das Unternehmen mittlerweile in 16 Ländern in Europa im Paketgeschäft vertreten. „Wir haben noch mehr Länder auf unserem Plan“, sagte Appel dem Magazin. Der technische Fortschritt gefährdet bei der Post nach seiner Darstellung keine Jobs. Roboter könnten die Arbeit eines Zustellers nur unterstützen.

Die Konkurrenten der Deutschen Post

DPD

DPD Deutschland gehört zur DPD Group, nach eigenen Angaben das zweitgrößte Netzwerk von Paketdiensten in Europa. Die Zentrale des Unternehmens mit 7500 Mitarbeitern ist in Aschaffenburg (Bayern). Im März 2015 kündigte der Paketdienst an, die Deutsche Post DHL mit einer einheitlichen europäischen Marke herauszufordern. So soll das Paketnetz europaweit auf 22.000 Stationen erweitern werden.

Quelle: dpa

Pin Mail AG

Bei dem Postdienstleister mit Sitz in Berlin dominiert die Farbe Grün - statt Post-Gelb. Die Firma hat rund 1150 Mitarbeiter und beförderte 1999 in der Hauptstadt die ersten Briefsendungen.

Hermes

Der international tätige Handels- und Logistikdienstleister ist ein Tochterunternehmen der Otto Group und beschäftigt rund 9000 Mitarbeiter in Deutschland. In Europa bewegte die Hamburger Firma im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 530 Millionen Sendungen im Paket- und Logistikgeschäft. Deutschland gehört zu den Kernmärkten.

TNT

Das niederländische Unternehmen ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Anbieter von Expressdienstleistungen für Geschäftskunden. Dazu gehört die deutsche TNT Express GmbH mit Sitz in Troisdorf (Nordrhein-Westfalen) mit etwa 3700 Mitarbeitern. Im Jahr 2013 hatten die EU-Wettbewerbshüter eine Fusion mit dem US-Paketdienst UPS untersagt.

UPS

Der US-Paketdienstleister bezeichnet sich als der größte Express- und Paketzustelldienst weltweit mit rund 435 000 Mitarbeitern. Im April 2015 kündigte UPS-Deutschland-Chef Frank Sportolari in der „Wirtschaftswoche“ an, dass der Konzern eine Milliarde Euro in Europa investieren wolle - unter anderem in den Ausbau seiner Sortierzentren und in neue Paketshops.

Von

dpa

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