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09.03.2016

08:39 Uhr

Deutsche Post

Online-Shopper treiben Post zu Rekord-Quartal

Die Deutsche Post dämmt mit einem Rekordergebnis am Jahresende den Gewinnrückgang 2015 ein. Dennoch werden die Erwartungen der Analysten verfehlt. Die sehen schon ein weitaus größeres Problem für den Logistikriesen.

Post überrascht

Post-Chef Appel: „Das war das beste Quartal, das wir je hatten“

Post überrascht: Post-Chef Appel: „Das war das beste Quartal, das wir je hatten“

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Düsseldorf/TroisdorfDie Deutsche Post will nach einem Rekordergebnis im vierten Quartal die Erträge 2016 um mindestens eine Milliarde Euro steigern. Dabei helfen sollen das boomende Expressgeschäft und die Sanierung der kriselnden Frachtsparte. Diese hatte der Post im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch eingebrockt, die Aktionäre erhalten trotzdem eine stabile Dividende.

Er sei zuversichtlich, „dass wir schon in diesem Jahr wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren“, sagte Post-Chef Frank Appel am Mittwoch. Denn anders als im „Übergangsjahr“ 2015 müsse der Konzern nun nicht mit hohen Sonderbelastungen rechnen, zudem sollen Investitionen neuen Schub geben.

Amazon: Angriff auf die Post

Amazon

Premium Angriff auf die Post

Der US-Konzern Amazon drängt ins Paketgeschäft. In München hat die Deutsche Post fast ein Drittel des Marktanteils verloren. Der Bonner Konzern reagiert mit Investitionen und bringt seine Tochter DHL in Stellung.

Im vergangenen Jahr brach der operative Gewinn nach Angaben des Unternehmens auf 2,41 (Vorjahr: 2,97) Milliarden Euro ein. Die Bonner wollen eine zum Vorjahr unveränderte Dividende von 0,85 Euro je Aktie ausschütten. Immerhin konnte der Konzern einen Schlussspurt zum Jahresende mit einem Rekordergebnis hinlegen – dabei half auch eine Paketflut zu Weihnachten. Die Post habe von Oktober bis Dezember ein Ebit von 957 (905) Millionen Euro eingefahren. Sie übertraf damit die Prognosen, Analysten hatten mit 943 Millionen Euro gerechnet.

Einen Tag vor der Veröffentlichung ihrer Jahreszahlen hatte die Post am Dienstag für einen kräftigen Auftrieb ihrer Aktie gesorgt: Bis zum März kommenden Jahres wolle man eigene Papiere in einer Höhe von maximal einer Milliarde Euro zurückkaufen, kündigte der Dax-Konzern an.

Die Konkurrenten der Deutschen Post

DPD

DPD Deutschland gehört zur DPD Group, nach eigenen Angaben das zweitgrößte Netzwerk von Paketdiensten in Europa. Die Zentrale des Unternehmens mit 7500 Mitarbeitern ist in Aschaffenburg (Bayern). Im März 2015 kündigte der Paketdienst an, die Deutsche Post DHL mit einer einheitlichen europäischen Marke herauszufordern. So soll das Paketnetz europaweit auf 22.000 Stationen erweitern werden.

Quelle: dpa

Pin Mail AG

Bei dem Postdienstleister mit Sitz in Berlin dominiert die Farbe Grün - statt Post-Gelb. Die Firma hat rund 1150 Mitarbeiter und beförderte 1999 in der Hauptstadt die ersten Briefsendungen.

Hermes

Der international tätige Handels- und Logistikdienstleister ist ein Tochterunternehmen der Otto Group und beschäftigt rund 9000 Mitarbeiter in Deutschland. In Europa bewegte die Hamburger Firma im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 530 Millionen Sendungen im Paket- und Logistikgeschäft. Deutschland gehört zu den Kernmärkten.

TNT

Das niederländische Unternehmen ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Anbieter von Expressdienstleistungen für Geschäftskunden. Dazu gehört die deutsche TNT Express GmbH mit Sitz in Troisdorf (Nordrhein-Westfalen) mit etwa 3700 Mitarbeitern. Im Jahr 2013 hatten die EU-Wettbewerbshüter eine Fusion mit dem US-Paketdienst UPS untersagt.

UPS

Der US-Paketdienstleister bezeichnet sich als der größte Express- und Paketzustelldienst weltweit mit rund 435 000 Mitarbeitern. Im April 2015 kündigte UPS-Deutschland-Chef Frank Sportolari in der „Wirtschaftswoche“ an, dass der Konzern eine Milliarde Euro in Europa investieren wolle - unter anderem in den Ausbau seiner Sortierzentren und in neue Paketshops.

Nachrichten wie diese können Aktionäre des Bonner Dax-Konzerns gut gebrauchen. Denn gleich zweimal im zurückliegenden Geschäftsjahr senkte die Deutsche Post ihre Ertragsprognose – zuletzt im Oktober 2015. Die heruntergesetzten Ziele hat der Konzern erreicht. Doch der Aktienkurs ist im Keller.

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