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26.05.2015

20:39 Uhr

Deutsche Post

Polnische Paketboten sollen Streikfolgen abmildern

Die Deutsche Post setzt polnische Paketboten ein, um die Folgen der Warnstreiks abzufedern. Die polnischen Helfer sollen bereits am Pfingstwochenende im Einsatz gewesen sein. Verdi bezeichnet den Einsatz als „skandalös“.

Verdi bezeichnete den Einsatz der polnischen Paketboten als „beispiellos skandalös“. dpa

Streikversammlung bei der Post

Verdi bezeichnete den Einsatz der polnischen Paketboten als „beispiellos skandalös“.

BerlinUm die Folgen der Warnstreiks abzufedern, setzt die Deutsche Post polnische Paketboten in Deutschland ein. Vorübergehend würden "neben Mitarbeitern mit Sitz in Deutschland auch Kollegen von DHL Paket aus dem benachbarten Polen" eingesetzt, sagte eine Unternehmenssprecherin dem "Tagesspiegel" vom Mittwoch. "Dabei handelt es sich um erfahrene Zusteller, die freiwillig zur Unterstützung im Berliner Raum im Einsatz sind." Die Zusteller würden mit den üblichen Arbeitsmitteln für die Paketzustellung ausgestattet und geschult.

Dem Bericht zufolge waren die polnischen Helfer bereits am Pfingstwochenende in Berlin im Einsatz. Die Post habe so "die letzten Nachwirkungen der Streiks im Sinne der Kunden möglichst gering halten wollen", erklärte das Unternehmen. Die polnischen Aushilfsboten sind laut "Tagesspiegel" bei einer der neuen DHL-Tochterfirmen angestellt, deren Gründung die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi als Vertragsbruch bezeichnet. Sie seien für die Dauer ihres Einsatzes in Berlin untergebracht, ihr Einsatz sei "inklusive Kost und Logis".

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Verdi bezeichnete den Einsatz der polnischen Paketboten als "beispiellos skandalös". "Das ist eine völlig neue Strategie, den Arbeitskampf im eigenen Land zu unterwandern, die auch bei der Bundespolitik auf Interesse stoßen dürfte", sagte Verdi-Sprecher Jan Jurczyk dem "Tagesspiegel".

Die Gewerkschaft war am Dienstag vor Gericht mit Anträgen auf eine einstweilige Verfügung gegen den Einsatz von Beamten auf Arbeitsplätzen streikender Angestellter der Post gescheitert. Die Gewerkschaft behielt sich vor, gegen die Entscheidung Rechtsmittel einzulegen.

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afp

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