Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.05.2015

11:44 Uhr

Deutsche-Post-Streik

Postzusteller setzen Streik fort

Verdi erhöht den Druck im Tarifstreit mit der Deutschen Post: Die Postzusteller setzen am Samstag ihren Streik fort und legen noch bis Dienstag die Arbeit nieder. Ab Mittwoch werden Verdi und die Post weiter verhandeln.

Verdi fordert für die 140.000 Tarifbeschäftigten des Konzerns kürzere Arbeitszeiten und deutlich mehr Geld. dpa

Streikversammlung bei der Post

Verdi fordert für die 140.000 Tarifbeschäftigten des Konzerns kürzere Arbeitszeiten und deutlich mehr Geld.

Berlin/FrankfurtDie Postzusteller haben ihren Streik am Samstag bundesweit fortgesetzt. Rund 7000 Beschäftigte legten die Arbeit an Standorten in allen Bundesländern nieder, sagte Verdi-Sprecher Jan Jurczyk am Samstag in Berlin. Der Streik der Zusteller soll bis Dienstag fortgesetzt werden. Bereits am Freitag hatten laut Verdi in allen Bundesländern außer Thüringen und Sachsen-Anhalt gut 7000 Zusteller gestreikt.

Vor der fünften Verhandlungsrunde am Mittwoch will Verdi damit seine Position im Tarifstreit mit der Deutschen Post untermauern und den Druck auf das Management erhöhen. „Wir erwarten, dass sich der Vorstand der Deutschen Post AG in der nächsten Verhandlungsrunde bewegt“, sagte Verdi-Verhandlungsleiterin Andrea Kocsis.

In dem immer wieder von Arbeitsniederlegungen begleiteten Tarifkonflikt geht es zum einen um die Gründung von 49 Regionalgesellschaften durch die Deutsche Post, in denen die Mitarbeiter nach den niedrigeren Tarifregelungen der Speditions- und Logistikbranche bezahlt werden sollen. Verdi sieht darin einen Bruch früherer Vereinbarungen.

Deutsche Post-Streik: Post setzt Beamte als Streikbrecher ein

Deutsche Post-Streik

Post setzt Beamte als Streikbrecher ein

Die Versetzung von Beamten auf bestreikte Arbeitsplätze ist verfassungsrechtlich verboten. Die Deutsche Post soll jedoch knapp 30 Beamte als Streikbrecher eingesetzt haben. Verdi fordert nun, dies sofort zu unterbinden.

Verdi fordert für die 140.000 Tarifbeschäftigten des Konzerns kürzere Arbeitszeiten und deutlich mehr Geld. Alle bisherigen Angebote der Post hat die Gewerkschaft abgelehnt. Die Löhne sollen nach ihrem Willen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten um 5,5 Prozent angehoben werden. Verdi verlangt zudem eine Verkürzung der Wochen-Arbeitszeit auf 36 von 38,5 Stunden bei vollem Lohnausgleich.

Die Tarifverhandlungen sollen am Mittwoch und Donnerstag kommender Woche in Königswinter bei Bonn fortgesetzt werden. Verdi-Vize Andrea Kocsis erklärte am Samstag, die Gewerkschaft erwarte, „dass sich der Vorstand der Deutschen Post AG in der nächsten Verhandlungsrunde bewegt“.

Die Post hat eine Kundenhotline zu dem Konflikt eingerichtet. Zudem können Versender und Empfänger von Briefen und Paketen im Internet anhand ihrer Postleitzahl überprüfen, ob es zu Verzögerungen kommt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×