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20.06.2013

15:09 Uhr

Deutsche Reedereien

Dieser Branche gibt kaum ein Banker Geld

VonSebastian Ertinger

Die Schifffahrtsbranche leidet unter der Wirtschaftsschwäche. Deutsche Reeder suchen die Rettung in Zusammenarbeit und Fusionen, zeigt eine Brancheumfrage. Doch viele Reedereien werden dieses Jahr nicht überstehen.

Deutsche Reeder suchen ihr Heil in Allianzen. dpa

Deutsche Reeder suchen ihr Heil in Allianzen.

DüsseldorfDeutschlands Reeder suchen den Ausweg aus ihrer Misere in Allianzen. Immer mehr Reeder setzen auf eine Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen. Die Kooperationen reicher sogar bis hin zur Gründung von gemeinsamen Plattformen, die Schiffe kaufen und betreiben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC. Demnach arbeiten bereits gut 40 Prozent der 100 befragten Reeder in einzelnen Geschäftsbereichen eng mit anderen Unternehmen zusammen, 50 Prozent wollen in den kommenden Monaten neue Kooperation eingehen oder die Zusammenarbeit ausweiten.

Der schwache Welthandel drückt die Preise für Frachtpassagen. Zudem leidet die Passage unter Überkapazitäten: In den Boom-Jahren waren viele Schiffe bestellt worden, für die es nun keine Charteraufträge mehr gibt. „Die verstärkte Zusammenarbeit der Reeder ist eine unmittelbare Reaktion auf das Überangebot an Flottenkapazitäten, dem resultierenden Preiskampf und der schlechten Ertragslage“, erläutert Claus Brandt, Partner und Leiter des maritimen Kompetenzzentrums bei PWC. „Wir gehen davon aus, dass weitere sogenannte Plattformlösungen entstehen werden.“

Erst am Dienstag hatten die weltweit drei größten Containerschiff-Betreiber bekanntgegeben, dass sie ein Bündnis gründen. Die Container-Sparte der dänischen Reederei A.P. Moller-Maersk werde mit den zwei größten Rivalen MSC Mediterranean Shipping Company und CMA CGM zusammenarbeiten, um das Angebot zu verbessern.

Zusammen wollen die drei Reedereien 255 Schiffe mit einer Gesamtkapazität von 2,6 Millionen Standard-Containern (TEU) betreiben und 29 Linien von Asien nach Europa, über den Pazifik und über den Atlantik betreiben. Allein Maersk bringe mehr als 100 Schiffe in die Allianz ein, teilten die Unternehmen mit.

Seit mittlerweile fünf Jahren übertrifft das Transportangebot die Nachfrage und Branchenbeobachter gehen davon aus, dass die weltweite Container-Flotte im laufenden Jahr um 7,5 Prozent wachsen wird, die Nachfrage aber nur um 4,5 Prozent steigen. Das erschwert es den Reedern, bestimmte Preise erzielen zu können.

Kommentare (1)

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20.06.2013, 16:08 Uhr

Die Situation bei der Containerschiffart spiegelt wohl am deutlichsten wieder wie die Situation gegenwärtig in der Weltwirtschaft und der Weltbevölkerung aus sieht. Da hilft auch kein unentwegtes Schönreden seitens der Politik und der Zentralbanken. Durch das jahrzehntelang auf Kreditexpansion beruhende System ist es zu einem beispiellosen Ungleichgewicht der vorhandenen Geldmittel im Verhältnis zu den real produzierten Gütern und Dienstleistungen, sowie der Verteilung der Gleichen, gekommen. Eine Rückkehr zu gerechterer und ausgeglichenerer Verteilung der Geldmittel wird es nicht kommen, da dies mit der menschlichen Psyche (Gier und Selbstsucht)) nicht vereinbar ist. Da bleibt nur der Versuch das Ungleichgewicht der Geldmassen in ihrem Wert zu den Gütern und Dienstleistungen wieder her zu stellen. Dies währe, auch um ein Weiteres Kollabieren der Weltwirtschaft, ausgelöst durch immer stärkere Zunahme des Konsumverzichtes, aufzuhalten, ratsam. Der zunehmende Konsumverzicht wird durch eine stetige Zunahme der Abgaben, in Form von Steuern, hervor gerufen. Dies und das ist der Hohn, zur Finanzierung der Spareinlagen, die durch das platzen der mit den Geldmitteln gebildeten Blasen im Grunde genommen abgeschrieben werden müssten. Daher werden gegenwärtig die Reichen immer reicher und der Rest der Bevölkerung, der zu finanzieren dafür genötigt wird, immer ärmer. Wie soll es also geschehen das die Geldmassen in ihrem Wert wieder zu einem Gleichgewicht zu Produkten und Dienstleistungen zurück finden? Durch Einleitung kontrollierter Inflation bei Gleichzeitiger Anpassung von Löhnen, Gehälter und Pensionen, an die Inflationsrate. Statt das neu gedruckte Geld der Zentralbanken dem Bankkreislauf, die damit nur neue Spekulationsblasen bilden, zuzuführen, sollte es direkt, in Form höherer Einkommen, der Bevölkerung zugute kommen. Die Alternative, eine andere gibt es nicht, ist ein weltweiter Kollaps der Wirtschaft und folgende Hyperinflation. Dies wohl, zum ersten mal in der Men

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