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21.05.2011

10:20 Uhr

Deutscher Handel

Elektronik aus Japan wird knapp

Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan spürt auch der deutsche Einzelhandel erste Auswirkungen. Einem Medienbericht zufolge kommt es bei Kameras und Multimediageräten zu Lieferengpässen.

Mitarbeiter in einem Elektronikmarkt in Hamburg. Quelle: dpa

Mitarbeiter in einem Elektronikmarkt in Hamburg.

DüsseldorfVor allem bei Kameras und Multimediageräten „kommt es schon zu Lieferengpässen und Wartezeiten - speziell bei einigen neuen Produkten“, sagte ein Sprecher der Handelskooperation Electronic Partner der „Wirtschaftswoche“. Der Fotoriese Nikon könne zwei neue Kameras derzeit nicht in Deutschland anbieten, der deutsche Hersteller Leica halte Engpässe nach Angaben einer Sprecherin noch bis in den Herbst hinein für möglich.

Euronics-Chef Benedict Kober sagte dem Magazin: „Erste Engpässe sehen wir im Fotobereich. Hier sind nicht alle Modelle verfügbar. Viele Kameras, die wir jetzt verkaufen, kommen aus unserem Lager.“ Auch das Angebot von Smartphones sei derzeit reduziert.

„Wir haben Netzbetreibern und Lieferanten mitgeteilt, dass es bei den Modellen des Xperia Arc, Xperia Play sowie Xperia Neo zu Beeinträchtigungen der Liefermengen kommt“, heißt es demnach aus der Deutschland-Zentrale von Sony Ericsson. Die Einführung des Neo werde verschoben. Auch der Fotoriese Nikon musste deutsche Händler informieren, dass er zwei neue Kameras zurzeit nicht in Deutschland anbieten kann.

Der Handyhersteller Nokia erwartet dem Bericht zufolge sogar, dass die Engpässe den Gewinn im zweiten und dritten Quartal drücken. Der deutsche Kamerabauer Leica hält einer Sprecherin zufolge „noch bis in den Herbst hinein Engpässe für möglich, die heute noch nicht absehbar sind, da sie aus der Lieferkette von Lieferanten resultieren“.

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