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03.01.2007

15:05 Uhr

Deutschland und anderswo

Finanzinvestor will mit Karstadt Kompakt expandieren

VonDirk Heilmann und Ingo Reich

Der britische Finanzinvestor Dawnay Day will die Karstadt-Kompakt-Warenhäuser als Basis für weitere Zukäufe in Deutschland nutzen. Dabei schweben dem Unternehmen in erster Linie Kaufhäuser in ähnlicher Größe vor - in Deutschland und anderswo.

LONDON. Das kündigte Luke Bridgeman, Direktor der Londoner Firma, im Gespräch mit dem Handelsblatt an. Die 74 mittelgroßen Warenhäuser, an denen Dawnay Day vor kurzem die Mehrheit erworben hat, sollen im Frühjahr einen neuen Auftritt und einen neuen Namen bekommen. Zu einem späteren Zeitpunkt sei eine Abspaltung der Immobilien in einen Real Estate Investment Trust (Reit) möglich.

„Wir sind ein langfristig orientierter Investor“, sagte Bridgeman. Er erwarte, aus dem operativen Geschäft einen attraktiven Gewinn zu erwirtschaften und die Beteiligung eines Tages zu einem guten Preis verkaufen zu können. Zunächst will er jedoch Karstadt Kompakt als Fundament für weitere Zukäufe nutzen.

Der deutsche Markt sei zwar schwierig, gesteht Bridgeman ein, gleichzeitig ist er sich aber sicher: „Ein starker Betreiber kann auf diesem Markt Geld verdienen“. Während die Konkurrenz in den Innenstädten groß sei, seien die Häuser seiner Gruppe oft die einzigen großen Händler in ihrer Stadt.

Wie das Geschäft der Warenhäuser bisher läuft, wollte Bridgeman nicht sagen. Im Weihnachtsgeschäft habe man den Einfluss des milden Wetters gespürt, deutete er nur an. Ende 2005 hatte die Geschäftsführung von Karstadt Kompakt noch für das Geschäftsjahr zu Ende August 2006 einen Umsatz auf Vorjahresniveau von 683 Mill. Euro und eine Gewinnmarge von 3 Prozent vor Steuern in Aussicht gestellt.

Karstadt-Quelle hat die 74 Warenhäuser, die sich in kleineren Städten oder Stadtteilen von Großstädten befinden, im August 2005 an ein Konsortium bestehend aus Dawnay Day und dem Restrukturierungsexperten Hilco verkauft. Zunächst hielten die Partner je die Hälfte der Anteile. Anfang Dezember stockte Dawnay Day jedoch auf mehr als 85 Prozent auf und übernahm die Führung der Beteiligung.

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