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07.12.2017

13:32 Uhr

DHL-Erpresser

Diese BKA-Tipps sollen vor Paketbomben schützen

VonChristoph Schlautmann

Auch Zöllner und Paketabfertiger fürchten, Opfer des unbekannten DHL-Erpressers zu werden, der in Potsdam zwei Paketbomben anliefern ließ. Das BKA rät zu besonderer Vorsicht – die Warnliste im Überblick.

Die in einer Potsdamer Apotheke entdeckte Paketbombe mit Batterien war zündfähig. dpa

Sprengstoff-Alarm auf Potsdamer Weihnachtsmarkt

Die in einer Potsdamer Apotheke entdeckte Paketbombe mit Batterien war zündfähig.

DüsseldorfDas Kölner Zollkriminalamt warnt die Kollegen in den bundesweit 43 Hauptzollämtern und untergeordneten Dienststellen vor Gefahren durch den DHL-Erpresser. So seien die Mitarbeiter zu sensibilisieren, die mit der Annahme von Post und Briefsendungen betraut sind. Die bislang in Potsdam aufgegebenen Erpresserpakete erhielten nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) „neben in Deutschland unerlaubter Pyrotechnik (Polenböller), Nägel und Stahlkugeln“.

In den Logistikzentren der Deutschen Post und beim Zoll dürfte die BKA-Warnliste große Beachtung finden. Denn wie nun bekannt wurde, war die in einer Potsdamer Apotheke entdeckte Paketbombe mit Batterien zündfähig. An einer Metallbüchse mit Nägeln und einem Polenböller seien mehrere Batterien angeschlossen gewesen. Daher werde wegen räuberischer Erpressung und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion ermittelt. Das Paket war am vergangenen Freitag entschärft worden.

Verdächtige Merkmale des Pakets

Verdächtig sei eine Sendung, bekundet das BKA in seinem internen Schreiben, sobald sie folgende Merkmale aufweist: „fester Umschlag oder ungewöhnlich stabile Verpackung, unebener Umschlag bzw. fühlbare Gegenstände im Innern des Umschlages, übertriebene Versiegelung der Postsendung/Sicherung mit Klebeband und Schnur“.

Wann ist ein Paket verdächtig? dpa

Paketprüfstelle der Post in Darmstadt

Wann ist ein Paket verdächtig?

Beschriftung des Pakets

Auch die Beschriftung gebe möglicherweise einen Hinweis auf Gefahren, schreibt das BKA. Indizien seien etwa: „Hinweis auf dem Umschlag, wie ‚Vertraulich‘, ‚Privat‘, ‚Persönlich‘ usw., Angabe eines Titels, aber keine Namensangabe, auffallende Rechtschreibfehler“.

Auffällige Kleinigkeiten

Misstrauisch werden sollen die Beamten und Logistik-Mitarbeiter schon bei scheinbaren Kleinigkeiten, rät das BKA. Etwa: Ist die Postsendung über das notwendige Maß frankiert?

Hände weg!

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Gehe der Empfänger einer Postsendung davon aus, dass es sich um eine Brief- oder Paketbombe handeln könnte, soll er laut BKA folgendes zwingend beachten: „Gegenstand nicht mehr berühren, bewegen, schütteln, biegen oder brechen.“ Bänder oder Schnüre seien keinesfalls zu durchtrennen, Öffnungsversuche zu unterlassen. Zudem solle das Paket nicht in ein Behältnis gelegt werden.

Gebäude verlassen

Für das Zollamt empfiehlt das BKA im Ernstfall folgende Vorgehensweise: „Alle Personen zum Verlassen des Gefahrenbereiches auffordern! Gefahrenbereich weiträumig absperren und gegen jegliches Betreten sichern! Nächste Polizeistelle über bisherige Feststellungen umfassend informieren!“

Daten und Fakten zu DHL

Der Name

Die drei Buchstaben stehen für Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn, die das Unternehmen 1969 in San Francisco gründeten.

Der Konzern

Seit Ende 2002 ist DHL eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Post. Es gibt die Unternehmensbereiche Paket, Express und Logistik.

Die Mitarbeiter

DHL beschäftigt etwa 350.000 Mitarbeiter in mehr als 220 Ländern.

Die Filialen

DHL Paket hat in Deutschland etwa 13.000 Filialen, rund 10.000 Paketshops, 2750 Packstationen und 1000 Paketboxen.

Der Umsatz

Der Umsatz der gesamten Gruppe betrug 2016 mehr als 57 Milliarden Euro.

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