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25.01.2011

14:02 Uhr

Aktivisten protestieren gegen dioxinversuchtes Tierfutter. Quelle: Reuters

Aktivisten protestieren gegen dioxinversuchtes Tierfutter.

Als Folge des Dioxinskandals hat Russland mit sofortiger Wirkung die Einfuhr von deutschem Geflügelfleisch verboten.

Futtermittel für Geflügel könne Dioxin enthalten, teilte der stellvertretende Leiter der russischen Agraraufsichtsbehörde, Nikolai Wlassow, in Moskau mit. Bereits zuvor habe Russland die Einfuhren von Schweinefleisch und lebenden Schweinen aus Deutschland gestoppt, sagte Wlassow laut der Agentur Interfax. Das Verbot gelte zunächst für einen Monat. Moskau ersetzt deutsche Produkte in dieser Zeit auch durch Fleisch aus Brasilien und Kanada.

Die russische Agraraufsicht hatte die Informationspolitik deutscher Behörden im Dioxinskandal scharf kritisiert. „Wir erhalten nicht einmal auf grundsätzliche Fragen ausreichende Antworten“, beschwerte sich Amtsleiter Sergej Dankwert vor kurzem. Medien zwischen St. Petersburg und Wladiwostok berichten seit Wochen detailliert über die Affäre. Sie erschüttert bei vielen Russen das tiefe Vertrauen in das langjährige Gütesiegel „Made in Germany“.

Von

dpa

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