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13.01.2009

11:22 Uhr

Discounter

Aldi eröffnet ersten Laden in New York

Über diese Nachricht freuen sich vielleicht Tausende US-Banker, die derzeit keine Boni bekommen und ein wenig sparen müssen: Der Discounter Aldi forciert sein US-Geschäft und eröffnet die erste Filiale in New York. Das Beispiel Großbritannien macht Mut: Hier wurden Aldi oder auch Lidl zunächst belächelt, und jetzt fahren sie hohe Gewinne ein.

Aldi macht in den USA Wal-Mart immer stärker Konkurrenz. Foto: ap ap

Aldi macht in den USA Wal-Mart immer stärker Konkurrenz. Foto: ap

HB NEW YORK. Der deutsche Discount-Primus Aldi will offenbar die Wirtschaftskrise für eine beschleunigte Expansion auf dem US-Markt nutzen. Das Unternehmen plane, in diesem Jahr 75 neue Läden in Amerika zu eröffnen, darunter auch den ersten Aldi in New York. Das berichtet das Wall Street Journal. Derzeit fügten sich die Umstände perfekt für Aldi, zitierte die Zeitung US-Chef von Aldi, Jason Hart.

Damit fordern die Deutschen auch Platzhirsch Wal-Mart heraus: Aldi stoße verstärkt in Regionen wie Texas und Oklahoma vor, eine Hochburg des weltgrößten Einzelhändlers. Wal-Mart hatte sich vor einigen Jahren nach hohen Verlusten aus Deutschland zurückgezogen, unter anderem weil der US-Riese nicht gegen die deutschen Discounter Aldi und Lidl ankommen konnte.

Aldi habe seit dem Markteintritt 1976 ein Netz aus etwa 1 000 Filialen in den USA aufgebaut, vor allem im mittleren Westen und Nordosten, hieß es. Den Deutschen gehört auch die Ladenkette Spartan. Nach Schätzungen des Branchendienstes Planet Retail sei der Aldi-Umsatz in den USA 2008 um 21 Prozent auf sieben Mrd. Dollar gestiegen. Wal-Mart kommt in den USA auf knapp 375 Mrd. Dollar.

Das Beispiel Großbritannien zeigt, dass Krisenzeiten Aldi-Zeiten sein können. Aldi gehört, ähnlich wie der Konkurrent Lidl, zu den großen Gewinnern des wirtschaftlichen Abschwungs, der gerade auf der Insel besonders hart zuschlägt.

Inzwischen würden auch immer mehr Konsumente aus durchschnittlich betuchten Haushalten bei „Aldi UK“ einkaufen gehen. Lange Zeit war dies kaum der Fall. 2008 ist der Gewinn um rund 25 Prozent auf umgerechnet 2,4 Milliarden Euro. Wir die britische Zeitung Financial Times weiter berichtet, habe sich die Zahl der Filialen um zehn Prozent auf 457 erhöht.

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