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19.04.2011

09:32 Uhr

Discounter

„Die Zukunft von Aldi liegt in den USA“

VonAstrid Dörner, Christoph Schlautmann

In Europa ist Aldis Vormarsch lange nicht mehr so dynamisch wie einst. Deshalb will der Discounter nun verstärkt in den Vereinigten Staaten expandieren - und hat jetzt seine erste Filiale in New York eröffnet.

Eröffnung einer Aldi-Filiale in Sydney: Der Discounter ist auf Expansionskurs. Sein besonderes Augenmerk gilt den USA. Quelle: ap

Eröffnung einer Aldi-Filiale in Sydney: Der Discounter ist auf Expansionskurs. Sein besonderes Augenmerk gilt den USA.

New York, DüsseldorfDieser Einkaufswagen ist den New Yorkern suspekt. Wer ihn nutzen will, steckt ein 25-Cent-Stück als Pfand in den Schlitz, erst dann löst sich die dicke Metallkette. "Viele Kunden glauben zunächst, dass sie den Einkaufswagen bezahlen müssen", sagt Matthias Queck vom Marktforschungsbüro Planet Retail.

Das System, ohne das in Deutschland kaum ein Supermarkt arbeitet, ist in den USA weitgehend unbekannt. Doch der 25-Cent-Schlitz gehört dazu, zur "Aldi difference" - dem Aldi-Unterschied, den die New Yorker seit wenigen Wochen erleben können.

Der deutsche Discount-Riese Aldi Süd hat seine erste Filiale in New York eröffnet und damit das geschafft, woran der große US-Konkurrent Wal-Mart seit Jahren arbeitet: ein Standbein in Amerikas größter Metropole. Zwei weitere Aldi-Filialen in New York sollen folgen, eine noch in diesem Jahr.

Der Wettkampf gegen die einheimischen Konkurrenten gleicht allerdings immer noch dem zwischen David und Goliath.

Obwohl Deutschlands Discountkönig schon seit 1976 in den USA expandiert, blieb er verglichen mit Großflächenbetreibern wie Wal-Mart oder Target ein Zwerg. Rund 8,3 Milliarden Dollar, schätzt Planet Retail, setzte Aldi Süd 2010 in den USA um, Wal-Mart schaffte 258 Milliarden. Und dennoch: Die Deutschen wachsen langsam, aber stetig. Seit dem US-Einstieg vor 35 Jahren, als die deutschen Billigheimer die Benner Tea-Supermärkte im US-Staat Idaho erwarben, hat Aldi mittlerweile 1135 Filialen im Land eröffnet.

In 31 Bundesstaaten findet man inzwischen das blau-orangefarbene Aldi-"A" , vorwiegend im mittleren Westen und an der dicht besiedelten Ostküste.

Kommentare (3)

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ZuSpaet

19.04.2011, 13:15 Uhr

Falscher Zeitpunkt !
Jetzt wo es beschleunigt bergab geht.........

Hirsepp

19.04.2011, 15:43 Uhr

Billiger aber besser bestueckt mit Frischem Gemuse, Obst, Fleisch etc sind nur noch die latino ethnischen Laeden...
Delicioso!

P.M.

19.04.2011, 20:34 Uhr

Wenn nun auch die Qualität stimmen würde.<br/>Habe Aldi in Rego Park, Queens, NY besucht.Viele Produkte sind mit Unmengen von Zusatstoffen gestopft (z.B. Fleisch, Hänchen). Die Herkunft der Produkte ist oft nicht klar und es gibt praktisch keine Bio Produkte. Aldi sollte nicht die Chance verpassen, eine gesunde Esskultur zu exportieren! Günstig und minderwertig gibt es schon bei Walmart, Target usw.

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