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22.11.2011

13:51 Uhr

Discountkette

Aldi Nord plant Rekordinvestitionen

Aldi Nord steht offenbar vor dem größten Investitionsprogramm der Firmengeschichte. Laut einem Zeitungsbericht will die Discountkette europaweit ihr Filialnetz attraktiver machen.

Aldi Nord will sein Filialnetz attraktiver machen. dapd

Aldi Nord will sein Filialnetz attraktiver machen.

EssenIn allen deutschen Filialen frisch gebackene Brötchen, ein höherwertiges Weinangebot, ein breiteres Frische-Sortiment - die Discount-Kette Aldi-Nord plant nach Informationen der „Lebensmittelzeitung“ das größte Investitionsprogramm der Firmengeschichte. Europaweit solle das gesamte Filialnetz attraktiver gemacht werden, berichtete das Branchenblatt in seiner Online-Ausgabe. „Wir wollen Aldi nicht neu erfinden, aber wir wollen uns zeitgemäßer präsentieren“, zitierte die Zeitung einen Aldi-Top-Manager. Von Aldi-Nord war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die über Jahrzehnte erfolgsverwöhnte Discount-Kette sieht sich zurzeit wachsenden Herausforderungen gegenüber. Konkurrenten wie Lidl oder die Edeka-Tochter Netto haben Boden gutgemacht. Außerdem haben die großen Supermarktketten wie Edeka oder Rewe sich inzwischen auf die Billig-Konkurrenz eingestellt und bieten Hunderte von Eigenmarken an, deren Preise sich am Aldi-Niveau orientieren.

Verschärft wird die Situation noch durch einen Wandel in den Kaufgewohnheiten der Bundesbürger. „Insgesamt verlieren die Discounter Marktanteile, weil die Verbraucher mittlerweile wieder mehr auf Qualität und weniger auf den Preis achten“, zitierte die „Welt“ in ihrer Online-Ausgabe den Konsumforscher Wolfgang Adlwarth von der Marktforschungsgesellschaft GfK.

Hier wolle Aldi-Nord, dem viele Branchenbeobachter bislang einen recht „altbackenen“ Auftritt bescheinigen, nun gegensteuern und sich frischer und ansprechender präsentieren, berichtete die Lebensmittelzeitung. Sämtliche Eigenmarken würden überarbeitet, die rund 5.000 Standorte sollten so schnell wie möglich umgerüstet werden. Nach Einschätzung von Fachleuten werde Aldi-Nord dafür einen hohen dreistelligen Millionenbetrag ausgeben müssen, berichtete das Fachblatt.

Von

dapd

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