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28.02.2013

08:33 Uhr

Dividende kräftig erhöht

Fielmann verwöhnt seine Aktionäre

Die Optikerkette Fielmann hat nach einem positiven Jahresergebnis die Dividende deutlich angehoben. Der Umsatz und der Gewinn waren 2012 gestiegen. Im neuen Jahr soll der Erfolgskurs fortgesetzt werden.

Dekorationswand in einer Fielmann-Filiale in Hamburg. Der Brillenhersteller erhöht die Dividende. ap

Dekorationswand in einer Fielmann-Filiale in Hamburg. Der Brillenhersteller erhöht die Dividende.

HamburgDie Optikerkette Fielmann stockt die Dividende kräftig auf. Die Anteilseigner - darunter als größter die Familie um Firmengründer Günther Fielmann - sollen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2,70 Euro je Anteilschein erhalten, 20 Cent mehr als im Jahr davor. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einer Erhöhung von zehn Cent gerechnet. Das Unternehmen begründete den Aufschlag am Donnerstag neben der positiven Geschäftsentwicklung auch mit der guten Liquidität. Der Gewinn kletterte im abgelaufenen Jahr um drei Prozent auf 129 Millionen Euro.

Fielmann steigerte den Brillenverkauf im vergangenen Jahr um 400.000 Einheiten und kam damit auf 7,1 Millionen Stück. Gleichzeitig erhöhte sich der Marktanteil weiter. Während der Marktführer den Absatz um fünf Prozent hochschraubte, sanken die Verkaufszahlen der Konkurrenz in Deutschland um ein Prozent. Ein Sprecher sagte, die zunehmenden Angebote der Rivalen im Internet hätten sich nicht negativ auf Fielmann ausgewirkt. Immer mehr Augenoptiker bieten den Kauf von Brillen und Gläsern günstig über das Internet an, während Fielmann weiter auf Filialen und Beratung setzt.

Das sind Deutschlands größte Optiker

Platz 10

Die Kette Eyes and More eröffnet mit einem Jahresumsatz im Jahr 2014 von 33,2 Millionen Euro die Top Ten. 2006 eröffnete in Lübeck die erste Filiale. Mittlerweile hat das Unternehmen mit Sitz in Bad Segeberg ein rasantes Wachstum hingelegt und 79 Filialen, die in Eigenregie oder Franchising betrieben werden.

Platz 9

Krass Optik machte 2014 in Deutschland 38,3 Millionen Euro Umsatz. Die Kette mit Sitz in Dornach-Aschheim hatte zu diesem Zeitpunkt 67 Filialen.

Platz 8

Abele Optik liegt mit 38,5 Millionen Euro Jahresumsatz auf dem achten Platz. 1945 in Würzburg gegründet betreibt die Optiker-Kette heute 72 Filialen. Die Anzahl der Geschäfte ist seit Jahren stabil.

Platz 7

Die Kette Binder Optik macht mit ihren deutschen Niederlassungen einen Jahresumsatz von 40,1 Millionen Euro. 49 Filialen betreibt das Unternehmen in Deutschland. Binder Optik wurde 1975 von Helmut und Gabriele Baur in Böblingen gegründet und ist vor allem im Süden Deutschlands vertreten. Es gibt aber auch Filialen auf Mallorca.

Platz 6

Optik Matt ist nach Umsatz die sechstgrößte Kette in Deutschland. Das Unternehmen machte mit seinen 71 deutschen Filialen 2014 einen Umsatz von 43 Millionen Euro. Optik Matt wurde 1955 von Hannelore und Bernhard Matt in Regensburg gegründet.

Platz 4

Mit einem Jahresumsatz von 47 Millionen Euro liegt Optiker Bode auf Rang fünf. Die Kette betrieb Ende 2014 insgesamt 74 Filialen in Deutschland. Hans Bode eröffnete 1938 in Hamburg-Barmbek die erste Filiale.

Platz 4

Die Aktivoptik Service AG liegt mit einem Jahresumsatz von 48,3 Millionen Euro auf Rang vier der Liste. Inklusive Franchisepartner hatte das Unternehmen 2014 insgesamt 79 Filialen. Die erste wurde 1989 in Gensingen eröffnet. Das Unternehmen bietet mittlerweile auch Hörgeräte an.

Platz 3

Die Kette Pro Optik liegt mit 112 Millionen Euro Jahresumsatz auf dem dritten Platz in Deutschland. Inklusive Franchisepartnern hat betreibt das Unternehmen 126 Filialen. Pro Optik wurde 1985 von Rainer Hildebrandt und Peter Hoppert gegründet. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Wendlingen und in den vergangenen Jahren ein kräftiges Wachstum bei den Filialen hinter sich.

Platz 2

Mit einem Jahresumsatz von 426 Millionen Euro ist Apollo Optik die Nummer zwei in Deutschland. Das Unternehmen betreibt mit seinen Franchisepartner die meisten Filialen in Deutschland. 2014 waren es 751. Doch am Branchenprimus in Deutschland kommt Apollo Optik beim Umsatz nicht vorbei.

Platz 1

Fielmann ist die unumstrittene Nummer eins in Deutschland. 2014 machte das Unternehmen einen Umsatz von 973 Millionen Euro mit seinen Niederlassungen in Deutschland. 582 davon betrieb die börsennotierte AG Ende 2014. Das Unternehmen wuchs damit in den vergangenen Jahren leicht. 2009 waren es noch 551 Optik-Geschäfte.

Quelle: ZVA

Der Konzern aus Hamburg hat die Zahl der Niederlassungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf zuletzt 671 Läden ausgebaut, acht mehr als im Jahr davor. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

Auch im laufenden Jahr soll der Marktanteil steigen. Die ersten Wochen stimmten das Unternehmen zuversichtlich, ließ der Firmenpatriarch mitteilen. Fielmann profitiert davon, dass immer mehr Menschen eine Brille benötigen und sich oft gleich mehrere davon leisten. Das einfache Kassengestell ist längst Vergangenheit. Den Wegfall der Krankenkassenzuschüsse hat Fielmann zudem geschickt durch die „Nulltarif“-Versicherung ersetzt und so weitere Kunden gewonnen. Dank der hohen Stückzahlen kann Fielmann günstige Preise und umfassende Garantien anbieten. Überdies steigt der Anteil an aufwendigen Gleitsichtgläsern stetig, an denen das Unternehmen gut verdient.

Von

rtr

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