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21.04.2016

15:23 Uhr

dm auf Expansionskurs

Drogeriekette befeuert den Preiskampf

VonFlorian Kolf

Die Drogeriekette dm erobert Laden um Laden und jeden auch noch so kleinen weißen Fleck auf der Deutschlandkarte. Erkämpft wird das Wachstum mit einem erbitterten Preiskampf. Und der dürfte sich noch verschärfen.

Das Unternehmen hat im vergangenen Halbjahr 42 neue Filialen in Deutschland eröffnet. obs

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Das Unternehmen hat im vergangenen Halbjahr 42 neue Filialen in Deutschland eröffnet.

DüsseldorfDer Drogeriekonzern dm wächst und wächst. Im ersten Halbjahr hat das Unternehmen beim Umsatz erneut um 6,5 Prozent zugelegt. Damit liegt er in Deutschland nun bei 3,708 Milliarden Euro. Das sind 227 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich erobert der Konzern jeden auch noch so kleinen weißen Fleck auf der Landkarte. „Da wir im ersten Geschäftshalbjahr 42 weitere dm-Märkte in Deutschland eröffnet haben, sind wir nun noch besser für unsere Kunden erreichbar“, sagte dm-Chef Erich Harsch.

Erkämpft wurde der Umsatzzuwachs aber mit einem erbitterten Preiskampf. Bei hunderten Produkten hat dm die Preise gesenkt – auch eine Reaktion darauf, dass Aldi immer mehr Drogerieartikel von Markenherstellern ins Sortiment nimmt. dm zeigt sich kämpferisch. „Wir wollen und werden der preiswerteste Anbieter von Drogeriewaren in Deutschland bleiben“, kommentiert Erich Harsch die Strategie der Drogeriekette.

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Während Supermärkte und Discounter zunehmend an Wachstumsgrenzen stoßen, eröffnen dm, Rossmann und Co. immer mehr Filialen. Ein Ende ihrer Erfolgsgeschichte scheint nicht in Sicht – aus einem Grund.

Und der Preiskampf dürfte noch lange nicht zu Ende sein. „Wir können unsere Produktivität nach wie vor steigern“, erklärt der dm-Chef die Möglichkeit des Unternehmens, deutliche Preisreduzierungen vornehmen zu können. Zugleich hält er am seit Jahren praktizierten Ziel, ein bis zwei Prozent Umsatzrendite zu erreichen, auch im laufenden Geschäftsjahr fest.

Unter dem Preiskampf leidet auch die Konkurrenz. So hatte vor zwei Wochen schon Rossmann-Chef Dirk Roßmann geklagt, dass die Preissenkungswelle die Gewinne unter Druck setzt. „Die Luft ist ein bisschen dünner geworden. Wir haben einige Prozente weniger Gewinn gemacht", sagte der Chef des Familienunternehmens. Auch der Umsatz hat beim Branchenzweiten Rossmann im vergangen Jahr stagniert. Die genaue Höhe des Gewinns nennt Rossmann genau wie Konkurrent dm nicht.

Auch in den anderen elf europäischen Ländern seines Verbreitungsgebiets erzielte dm in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres deutliche Mehrerlöse und erreichte kumuliert einen Umsatz von 4,782 Milliarden Euro. Mit 1,074 Milliarden Euro lagen die Auslandsaktivitäten 7,9 Prozent über den 995 Millionen Euro in der ersten Hälfte des Vorjahres. Der Konzern legte damit in allen zwölf Ländern um 306 Millionen Euro oder 6,8 Prozent im Vergleichszeitraum zu. Konzernweit hat dm bereits 58 neue Märkte in der ersten Geschäftsjahreshälfte eröffnet, bis zum 30. September soll es mehr als 100 neue dm-Märkte in Europa geben.

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