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16.06.2015

16:11 Uhr

DMK-Prognose

Die Milch könnte noch billiger werden

Die Verbraucher freut es, die Landwirte stöhnen: Die Milchpreise fallen – und eine Erholung ist so schnell nicht in Sicht. Deutschlands größte Molkerei DMK rechnet mit einem schwierigen Jahr.

Weltweit steigen die Milchmengen. Gleichzeitig stagniert die Nachfrage aus China, und wegen der russischen Sanktionen fällt den deutschen Bauern einer der wichtigsten Exportmärkte weg. dpa

Gegenwind auf dem Milchmarkt

Weltweit steigen die Milchmengen. Gleichzeitig stagniert die Nachfrage aus China, und wegen der russischen Sanktionen fällt den deutschen Bauern einer der wichtigsten Exportmärkte weg.

BremenDie Milchpreise werden nach Ansicht des größten deutschen Molkereikonzerns DMK in den nächsten Monaten weiter fallen – oder sich auf niedrigem Niveau stabilisieren. „Es wird nicht besser dieses Jahr“, sagte der Sprecher der Geschäftsführung, Josef Schwaiger, am Dienstag in Bremen. Die Auswirkungen bekommt die Genossenschaft bereits zu spüren: Der Umsatz sank in den ersten vier Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 0,3 auf 1,6 Milliarden Euro.

Weltweit steigen die Milchmengen. Gleichzeitig stagniert die Nachfrage aus China, und wegen der russischen Sanktionen fällt den deutschen Bauern einer der wichtigsten Exportmärkte weg. In den ersten vier Monaten zahlte DMK seinen rund 8900 Landwirten durchschnittlich 28,6 Cent pro Kilo Milch. Im Vorjahreszeitraum waren es mit 39,3 Cent noch deutlich mehr gewesen. „Wo der Preis Ende des Jahres sein wird, wissen wir nicht“, sagte Schwaiger. Mit einer schnellen Erholung rechnet er jedoch nicht.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zeigte sich besorgt über die niedrigen Preise. „Unsere Verbraucher wollen Milch aus Deutschland. Eine Preisspirale nach unten hilft niemandem, weder den Erzeugern noch den Konsumenten“, sagte der CSU-Politiker der „Nordwest-Zeitung“ (Mittwoch). Schmidt warnte vor einem „Milchstreik“, wie ihn der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) ins Gespräch gebracht hatte.

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Allerdings rechnet DMK für die kommenden Jahre mit weiterem Wachstum auf dem Milchmarkt. Bis 2020 werden die in der Genossenschaft organisierten Bauern den Prognosen nach ihre Milchmenge um 15 bis 20 Prozent steigern. Um den Absatz zu sichern und flexibler auf Marktschwankungen reagieren zu können, will die Geschäftsleitung das Auslandsgeschäft stärker ausbauen. Zurzeit erwirtschaftet der Konzern 60 Prozent der Erlöse in Deutschland und fast ein Drittel in der EU.

Der DMK-Umsatz lag für das Gesamtjahr 2014 kaum verändert bei 5,3 Milliarden Euro. Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 9 Millionen auf 42,3 Millionen Euro. Grund dafür seien die Schließung eines Eiscremewerks und höhere Zahlungen an die Erzeuger gewesen, erläuterte Finanz-Geschäftsführer Volkmar Taucher.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Gerd St

16.06.2015, 17:00 Uhr

Wo ist denn die Milch billig und worüber soll der Verbraucher sich freuen ?
Im Laden sieht man lediglich teuren Joghurt und Quark und ständig steigende Preise für Käse.
Ausgenommen natürlich für einzelne Werbeaktionen..... die es aber immer gab.
Es stimmt also eindeutig irgendwas mit dem tatsächlich billigen Milchpreisen so nicht.
Wer steckt sich hier den Profit in die Tasche ? Verarbeiter, Handel, Discounter oder alles zusammen ?
Jedenfalls nicht derr ach so freudige Verbraucher !

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