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15.01.2007

11:33 Uhr

Dritter Investor erwägt Gebot

Italienischer Verleger interessiert sich für Alitalia

Für die angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia hat sich ein weiterer Interessent gemeldet. Mit seinem Fonds Management & Capitali (M&C) erwägt der italienische Finanzier und Verleger Carlo De Benedetti, ein Angebt für die Airline vorzulegen.

MAILAND. Wie M&C bekannt gab, ist jedoch noch keine endgültige Entscheidung gefallen. An dem Angebot könnten sich laut italienischen Finanzkreisen auch der Private-Equity-Fonds Cerberus und die Investmentbank Goldman Sachs beteiligen.

De Benedetti, dem unter anderem die Tageszeitung „La Repubblica“ gehört, ist nach dem italienischen Investor Paolo Alazraki und der Investmentbank Rothschild der dritte Investor, der öffentlich ein Interesse an der maroden Fluggesellschaft bekundet. Potenzielle Käufer von Alitalia haben noch bis zum 29. Januar Zeit, um ihr Interesse offiziell anzumelden.

Der italienische Staat, der noch 49,9 Prozent der Alitalia-Aktien hält, will sich von seinen Anteilen trennen. Die Fluggesellschaft hat seit 2002 keinen Gewinn mehr geschrieben. Formal müssen die Interessenten zwar nur für mindestens 30,1 Prozent der Alitalia-Aktien bieten. Damit sind sie jedoch nach italienischem Recht gezwungen, auch für die restlichen Aktien ein Angebot vorzulegen.

Da die Ausschreibung den nationalen Charakter der Airline betont, werden vor allem italienischen Investoren-Gruppen gute Chancen zugeschrieben. Eine Übernahme durch die Partner-Airline Air France, die zwischendurch erwogen wurde, gilt dagegen mittlerweile als unwahrscheinlich.

Paolo Alazraki, der nach eigenen Angaben verschiedene internationale Banken und Fonds hinter sich hat, will insgesamt fünf Mrd. Euro in die Airline investieren. Er will auf Entlassungen verzichten und vor allem das Langstreckennetz nach Südamerika ausbauen, um innerhalb von zwei Jahren wieder Gewinne zu schreiben. Alazraki kann jedoch in Italien kaum auf politische Unterstützung zählen.

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