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03.03.2011

13:23 Uhr

Drogeriekette

Bei Schlecker ist noch längst nicht alles gut

VonJan Guldner

Schlecker geht neue Wege. Nach so manchen Skandal und schlechten Zahlen setzen die Sprösslinge von Firmengründer Anton Schlecker auf offensive Darstellung. Doch wurde die Drogeriekette wirklich mitarbeiterfreundlicher?

Schlecker will kundenfreundlicher werden - doch dafür braucht es motivierte Mitarbeiter. Quelle: dapd

Schlecker will kundenfreundlicher werden - doch dafür braucht es motivierte Mitarbeiter.

DüsseldorfBei Schlecker soll alles besser werden: Ein neues Filialkonzept hat man sich ausgedacht, neue Gesichter zogen in die Führungsebene und auch mit den Mitarbeitern will man offener umgehen. All das soll helfen, die wirtschaftlich angeschlagene Drogeriekette wieder auf Augenhöhe mit der Konkurrenz zu bringen und den nach etlichen Skandalen ramponierten Ruf wieder aufzupolieren.

Allen voran treten Lars und Meike Schlecker, die Kinder von Gründer und Eigentümer Anton Schlecker, als Erneuerer des Familienunternehmens auf. Sie kommunizieren offen mit den Medien für eine Firma, die bis vor kurzem noch nichts vom Kontakt mit der Presse wissen wollte. Und auch mit den fast 50.000 Mitarbeitern wollen sie verstärkt ins Gespräch kommen.

Laut Unternehmenssprecher Florian Baum wird bereits an neuen Kommunikationsformen gearbeitet: "Wir sehen darin einen überaus wichtigen Aspekt des Gesamtkonzepts. Eine entsprechende Aufwertung im Bereich unserer internen Medien hat bereits begonnen." Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der internen Kommunikation werden im Lauf des Jahres starten, so Baum.

Die Mitarbeiter aktiv einzubinden sei entscheidend, sagt der Schlecker-Sprecher. "Sie werden stärker zum Dialog motiviert werden - ihr Feedback ist sehr hilfreich und sehr erwünscht", so Baum.

Kommentare (2)

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Baum

05.03.2011, 09:18 Uhr

Bei Schlecker sind personell wie inhaltlich deutliche Signale eines Klimawandels hin zu Kommunikation, Offenheit, Mitarbeiter-und Kundenfreundlichkeit sichtbar. Nicht zuletzt ist v.a. die externe Kommunikation durch die Initiative des Firmensprechers deutlich verbessert. Die Zeichen der Zeit sind also erkannt, das Unternehmen wird bei konsequenter Umsetzung der neuen Linie zurück in die Erfolgsspur finden.

proSchlecker

16.03.2011, 21:52 Uhr

Leider kann ich dem nicht folgen. Meine Frau (seit mehr als zwei Jahren bei Schlecker tätig) hat noch nicht nicht einen Tag Urlaub bekommen, das Gehalt wird verspätet ausbezahlt, geleistete Arbeitszeit wird nicht vergütet, ihr Arbeitsvertrag wurde in diesem Jahr "umgestellt" mit der Klausel "Der Tarifvertrag für den Einzelhandel findet keine Anwendung". Traurige Sozialpolitik, trauriges Unternehmensgebaren! Gute Nacht, Deutschland!!

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