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13.04.2012

08:31 Uhr

Drogeriemarkt

Rossmann bläst zum Angriff auf die Konkurrenz

VonKirsten Ludowig

ExklusivAuch nach der Schlecker-Pleite bleibt der Drogeriemarkt hart umkämpft: Rossmann ist jetzt die Nummer zwei - und greift den Konkurrenten dm an. Gründer Dirk Roßmann setzt weiter auf Expansion.

Rossmann-Gründer Dirk Roßmann: Sein Unternehmen hat von der Pleite des Konkurrenten Schlecker profitiert. dapd

Rossmann-Gründer Dirk Roßmann: Sein Unternehmen hat von der Pleite des Konkurrenten Schlecker profitiert.

BurgwedelIn den 90er-Jahren, da ist Dirk Roßmann ehrlich, war er richtig wütend auf Schlecker. Der Konkurrent eröffnete einen Laden nach dem anderen, bekam die besten Konditionen bei den Lieferanten. „Damals hat Schlecker uns unglaublich wehgetan, uns bedroht und Angst gemacht“, erzählt er.

Heute ist alles anders: Der einstige Branchenprimus ist pleite. Rossmann dagegen strotzt vor Kraft, wie sich bei der Präsentation der Bilanz zeigte: 2011 knackte der Umsatz die Fünf-Milliarden-Marke. Das operative Ergebnis von mehr als drei Prozent des Umsatzes ist das beste der Geschichte.

Der Nettogewinn, das verrät Roßmann, toppte die 100 Millionen Euro des Vorjahres. Die Verschuldung ist mit 2,6 Prozent minimal. Zwar gehören 40 Prozent an Rossmann dem chinesischen Mischkonzern Hutchison Whampoa, genauer gesagt dessen Mehrheitsaktionär Li Ka-Shing. Das Verhältnis, betont Roßmann, sei gut - auch wenn er den reichsten Mann Asiens noch nicht persönlich kennengelernt hat.

So liegt - nach einem Jahr der Rekorde - nur noch dm aus Karlsruhe vor Rossmann. Im Jubiläumsjahr, 1972 eröffnete Drogerie-Pionier Roßmann seinen ersten Laden in Hannover, geht das Wachstum weiter. Dabei verhehlt der 65-Jährige nicht, dass sein Unternehmen auch von Schleckers Niedergang profitiert. Plante er Anfang Januar noch mit zehn Prozent Umsatzplus, sind es nun zwölf - vielleicht sogar noch mehr.

Und Roßmann setzt weiter auf Expansion, 120 neue Märkte will er in diesem Jahr in Deutschland eröffnen, 110 weitere im Ausland. Die Gruppe, die zuletzt konzernweit rund 33.000 Mitarbeiter beschäftigte, hat 2011 allein in Deutschland 1900 neue Stellen geschaffen. Laut Marktforscher Nielsen lag Rossmanns Marktanteil in Deutschland 2011 bei 26 Prozent, der von Schlecker - wohlgemerkt vor der Schließung von mehr als 2000 Filialen - bei gut 27 Prozent.

Kommentare (4)

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unikat

13.04.2012, 12:01 Uhr

HR ROSSMANN war sauer auf SCHLECKER! Traurig den er hat doch die gleiche Mentalität! Seine Regalkräfte die über die Firma ISS laufen bekommen doch auch nur 6,50€ die Stunde!!!!!!
Und ich kenne bereits Verkaufsstellen die so dicht beinander liegen, dass in der schlechtesten Filiale bereits Mitarbeiterinnen auch bis zu 3 Stunden alleine arbeiten! Hier wird doch der gleiche Weg beschritten, nur besser vermarktet...

Peanuts

15.04.2012, 09:45 Uhr

Der einzige Unterschied zwischen Schlecker und Rossmann ist der das Die Rossmannfilialen grösser heller und freundlicher sind und Rossmann keine negative Presse hat wie Schlecker ansonsten gleichen sich beide Unternehmen in Puncto Mitarbeterausbeutung,den Rossmann setzt seit jahren nur noch auf Zeitarbeiter (bsp. Lokistikzentrum Landsberg im Saalekreis gut 75 der dortigen Arbeiter komen von Zeitarbeitsfirmen)

Peanuts

15.04.2012, 09:47 Uhr

Der einzige Unterschied zwischen Schlecker und Rossmann ist der, das Die Rossmannfilialen grösser heller und freundlicher sind und Rossmann keine negative Presse hat wie Schlecker ansonsten gleichen sich beide Unternehmen in Puncto Mitarbeterausbeutung,den Rossmann setzt seit jahren nur noch auf Zeitarbeiter (bsp. Lokistikzentrum Landsberg im Saalekreis gut 75% der dortigen Arbeiter komen von Zeitarbeitsfirmen)

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