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17.04.2012

14:11 Uhr

Drogeriemarktbranche

dm wird nach Schlecker-Pleite zum Branchenführer

Nach der Schlecker-Pleite kann sich die Karlsruher Drogeriemarktkette dm an die Spitze der Branche schieben. Zeit für großen Jubel bleibt kaum, denn schon heftet sich der Branchenzweite an die Fersen.

Innenansicht einer Filiale der Drogerie-Kette "dm". ap

Innenansicht einer Filiale der Drogerie-Kette "dm".

Burgwedel/KarlsruheNach der Schlecker-Pleite hat die Karlsruher Drogeriemarktkette dm die Branchenführerschaft in Deutschland übernommen. Etliche frühere Schleckerkunden fänden nun den Weg in dm-Filialen, sagte dm-Chef Erich Harsch am Dienstag bei der Präsentation der Halbjahreszahlen in Karlsruhe.

Gleichzeitig kritisierte er einige seiner Mitbewerber, die mit „zum Teil aggressiven Werbemaßnahmen versuchen, von der Schwäche des langjähriges Branchenführers zu profitieren“.

Die dm-Kette hat im ersten Halbjahr (Oktober 2011 bis März 2012) in Deutschland 2,47 Milliarden Euro umgesetzt. Das ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 12,7 Prozent. Über den Gewinn schweigt sich der Konzern traditionell aus.

dm soll Rossmanns Atem spüren

Erst vor wenigen Tagen hatte der Branchenzweite Rossmann seine endgültigen Geschäftszahlen für 2011 in Burgwedel bei Hannover vorgelegt. Auch für ihn hat sich die Position nach der Schlecker-Insolvenz verbessert.

Das Unternehmen strotzt geradezu vor Kraft und will seinem Rivalen dicht auf die Pelle rücken. „Ich möchte nicht unbedingt die Nummer eins sein. Aber ich möchte immer so dicht dran sein, dass die Nummer eins meinen Atem spürt“, sagte Firmenchef Dirk Roßmann.

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Im vergangenen Jahr knackte die Drogeriekette erstmals in der 40-jährigen Firmengeschichte die Umsatzmarke von fünf Milliarden Euro und die Erlöse stiegen um 10,5 Prozent. Auch den Gewinn vor Zinsen und Steuern konnte das Familienunternehmen nach eigenen Angaben kräftig steigern. Er betrug Roßmann zufolge etwa drei Prozent des Umsatzes von 5,12 Milliarden Euro. Exakte Angaben zum Gewinn unterm Strich machte Roßmann nicht - es seien mehr als 100 Millionen Euro, sagte er. Die Verschuldung ist mit 2,6 Prozent minimal. Zwar gehören 40 Prozent an Rossmann dem chinesischen Mischkonzern Hutchison Whampoa, genauer gesagt dessen Mehrheitsaktionär Li Ka-Shing. Das Verhältnis, betont Roßmann, sei gut - auch wenn er den reichsten Mann Asiens noch nicht persönlich kennengelernt hat.

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Der 65-Jährige macht keinen Hehl daraus, dass sein Unternehmen auch von Schleckers Niedergang profitiert. Plante er Anfang Januar noch mit zehn Prozent Umsatzplus, sind es nun zwölf - vielleicht sogar noch mehr.

Und Roßmann setzt weiter auf Expansion, 120 neue Märkte will er in diesem Jahr in Deutschland eröffnen, 110 weitere im Ausland. Die Gruppe, die zuletzt konzernweit rund 33.000 Mitarbeiter beschäftigte, hat 2011 allein in Deutschland 1900 neue Stellen geschaffen. Laut Marktforscher Nielsen lag Rossmanns Marktanteil in Deutschland 2011 bei 26 Prozent, der von Schlecker - wohlgemerkt vor der Schließung von mehr als 2000 Filialen - bei gut 27 Prozent.

Kommentare (2)

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SOSiemens

17.04.2012, 15:17 Uhr

Die Überschrift des Artikels lautet:
"dm wird nach Schlecker-Pleite zum Branchenführer"
Allerdings handelt der Artikel im wesentlichen von Konkurrent Rossmann. Anscheinend bedingt durch die regide dm-Informationspolitik. Und dann wurden auch noch viele Passagen aus einem bereits in der letzten Woche über Rossmann erschienenen Artikel kopiert, so dass wenig Neues zu erfahren war. Und die Klickraten steigert man, indem das dann noch auf zwei Seiten verteilt.
Mit freundlichen Grüßen
Sven O. Siemens

Account gelöscht!

17.04.2012, 16:29 Uhr

Dass "dm" zum Marktführer wird war eigentlich nur eine Frage der Zeit,denn die Läden sind sympatisch und einigermaßen schön,der Chef,ausnahmsweise für diese Branche,kein Ausbeuter,sondern sogar Initiator der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens und die Preise der Produkte,die verkauft werden haben Schlecker und Rossmann schon lange alt aussehen lassen.So geht´s auch.

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