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26.06.2014

07:43 Uhr

Drogeriemarktkette Rossmann

„Uns ging es noch nie so gut wie heute“

Nach 16 Jahren mit ununterbrochen zweistelligen Wachstumsraten dürfte Rossmann 2014 nur einstellig zulegen. Baustellen sieht Firmenchef Dirk Roßmann allerdings nur im Online-Geschäft und in der Türkei.

Dirk Roßmann, Gründer und Geschäftsführer der Drogeriemarktkette Rossmann, in einer Filiale in Hannover. Finanziell steht der Konzern blendend da. dpa

Dirk Roßmann, Gründer und Geschäftsführer der Drogeriemarktkette Rossmann, in einer Filiale in Hannover. Finanziell steht der Konzern blendend da.

BurgwedelDie Drogeriemarktkette Rossmann steuert in diesem Jahr auf einen Rekordumsatz über der Sieben-Milliarden-Euro-Marke zu. „Im Konzern erwarten wir gut 7,2 Milliarden Euro Umsatz“, sagte Unternehmenschef Dirk Roßmann der Nachrichtenagentur dpa. Der nach dm zweitgrößte deutsche Drogeriekonzern hatte im Frühling acht Prozent Wachstum in Aussicht gestellt und erklärt, im laufenden Jahr die Sieben-Milliarden-Hürde nehmen zu wollen. 2013 waren 6,64 Milliarden Euro an Erlösen zusammengekommen - eine Steigerung um 11,6 Prozent.

Der nun anvisierte Zuwachs wäre das erste einstellige Plus, nachdem die Verbesserungsraten zuvor 16 Jahre am Stück zweistellig ausfielen. „Man sollte die acht Prozent Zuwachs nicht schlecht reden. Tatsache ist jedoch, dass der Wettbewerb härter wird“, sagte Roßmann.

In Rossmanns größtem Auslandsmarkt Polen sollen bis zum Jahresende 1000 Filialen rund 1,5 Milliarden Euro an Umsatz beisteuern. Strategisch sieht Firmengründer Roßmann noch genug interne Aufgaben: „Dass ich jetzt nachdenke, in andere Länder zu gehen oder neue Sortimente einzuführen, ist nicht mein Arbeitsschwerpunkt.“ Weder in Tschechien noch bei Rossmann-Online sei die Gruppe profitabel.

Ewiger Konkurrent: Die Drogeriekette Rossmann

Die Nummer zwei

Rossmann hat das Örtchen Burgwedel bei Hannover bekannt gemacht. Die Drogeriekette ist die Nummer zwei in Deutschland.

Die Lage

Unterm Strich blieben im vergangenen Jahr mehr als 100 Millionen Euro Gewinn übrig. Mit seinen gut 2500 Filialen ist das Unternehmen inzwischen in sechs Ländern vertreten.

Die Ziele

Firmenchef und -gründer Dirk Roßmann will in diesem Jahr erstmals über fünf Milliarden Euro Umsatz machen - rund zehn Prozent mehr als 2010.

Das Auslandsgeschäft

Auf dem deutschen Heimatmarkt mit seinen mehr als 1600 Niederlassungen baute Rossmann das Netz zuletzt stetig aus. In Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn, Albanien und der Türkei arbeiten etwa 30.000 Beschäftigte.

Verluste gebe es auch in der Türkei, „wo vieles noch nicht so umgesetzt ist, wie wir uns das vorstellen“. Das Einkaufsverhalten der Türken sei anders als das der deutschen und die Gewinnschwelle noch nicht greifbar nah. „Drei Jahre werden wir wohl noch brauchen, um erfolgreich zu werden“, räumte Roßmann ein.

Auf finanzieller Seite stehe der Konzern blendend da; die Guthaben bei den Banken seien höher als die aufgenommenen Kredite. „Uns ging es noch nie so gut“, sagte der 67-Jährige. „Wir sind für mögliche Probleme der Zukunft gerüstet. Unsere Eigenkapitalquote beträgt 45 Prozent - das ist im Handel ein außergewöhnlich guter Wert.“

Von

dpa

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