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23.04.2013

18:51 Uhr

Drogeriemarktkette

Schlecker-Pleite beschert dm Umsatzplus

Die Schlecker-Pleite beschert der Drogeriemarktkette dm mehr Umsatz. Knapp ein Drittel des Umsatzplus im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres verdankt dm der Insolvenz der Konkurrenz.

Die Umsätze der Drogeriemarktkette dm steigen – auch dank der Schlecker-Pleite. ap

Die Umsätze der Drogeriemarktkette dm steigen – auch dank der Schlecker-Pleite.

KarlsruheDie Drogeriemarktkette dm hält ihr hohes Wachstumstempo und profitiert weiterhin von der Pleite des einstigen Konkurrenten Schlecker. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres stiegen die Erlöse in Deutschland um 16,2 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro, teilte dm-Chef Erich Harsch am Dienstag in Karlsruhe mit. Etwa fünf Prozentpunkte vom Umsatzplus dürften auf die Schlecker-Pleite zurückzuführen sein, erläuterte Harsch.

„Der Effekt durch Schlecker war durchaus sehr positiv“, sagte der dm-Chef. Allerdings werde man erst im Sommer absehen können, „was davon ein 'Treppeneffekt' war und was einen nachhaltigen Trend ausgelöst hat“. Im Ausland wuchsen die Erlöse zwischen Oktober 2012 und März 2013 um 5,4 Prozent auf 908 Millionen Euro (Vorjahr: 862 Mio Euro). Zum Gewinn macht der deutsche Marktführer traditionell keine Angaben.

Vor den Plänen eines österreichischen Investors, unter dem Namen „Dayli“ einstige Schlecker-Filialen wiederzueröffnen, ist Harsch nicht bange. Fast alle dieser Läden seien für dm-Maßstäbe viel zu klein gewesen. „Eine gewisse Größe hat sich als Mindeststandard einfach durchgesetzt“, betonte er. Es sei daher durchaus fraglich, ob sich so kleine Geschäfte am Markt behaupten könnten.

Die Zahl der Filialen stieg innerhalb eines Jahres um knapp 180 auf 2802 dm-Märkte, sagte Harsch bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen weiter. In Deutschland ist dm damit mit gut 1400 Filialen in der Fläche für seine 15 Millionen Kunden vertreten - ein Plus von 111 Geschäften. Es seien etwa 30 Filialen mehr als erwartet eröffnet worden - auch dies eine Folge vom Zusammenbruch des Schlecker-Imperiums.

Was Kunden an dm schätzen

Freundlichkeit

Neben dem Sortiment und der Warenpräsentation schätzen Kunden an dm die freundliche Einkaufsatmosphäre.

Mitarbeiter

Positiv wahrgenommen wird aber auch das mitarbeiterfreundliche Credo.

Verantwortung

Das Bekenntnis zur gesamtgesellschaftlichen Verantwortung (und sichtbare Beweise dafür) werden ebenso geschätzt, ...

Stimmigkeit

...wie die Stimmigkeit von "innen" und "außen".

Charisma

Eine große Rolle spielt außerdem die Identifikationsmöglichkeit durch einen charismatischen Unternehmenslenker.

Abgrenzung

Genauso schätzen die Kunden die eindeutige Abgrenzung von Wettbewerbern mit einer Kultur nüchterner Kostenoptimierung.

(Quelle: Hermann H. Wala, Meine Marke - Was Unternehmen authentisch, unverwechselbar und langfristig erfolgreich macht)

Für das Geschäftsjahr insgesamt hält der Branchenprimus ein von Experten geschätztes Plus von knapp acht Prozent für durchaus möglich - „wir planen allerdings zurückhaltender“, sagte Harsch weiter.

Der deutsche Marktführer ist neben Deutschland in elf weiteren europäischen Ländern aktiv und beschäftigt konzernweit 46 600 Mitarbeiter. In Deutschland arbeiten 31 700 Menschen bei dm - von Schlecker übernahm dm dabei geschätzte 1000 Beschäftigte.

Von

dpa

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