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18.01.2014

15:35 Uhr

Drohende Einsparungen

Fluglotsen streiken Ende Januar

Ein Fluglotsen-Streik könnte am 29. Januar zu Verzögerungen im Flugverkehr führen. Der Ausstand soll allerdings nur eine Stunde dauern. Grund sind EU-Pläne zur Liberalisierung des Luftraums.

Mit dem Streik will die GdF die europäische Fluggewerkschaft unterstützen. dapd

Mit dem Streik will die GdF die europäische Fluggewerkschaft unterstützen.

FrankfurtFlugreisende in Deutschland müssen sich am 29. Januar auf Behinderungen und Flugausfälle einstellen. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat für diesen Tag zu einem einstündigen Solidaritätsstreik aufgerufen. Damit will sie nach Angaben von GdF-Chef Matthias Maas die europäische Fluggewerkschaft unterstützen. Diese hat EU-weit zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, um gegen drohende Einsparungen zu protestieren.

Während des Streiks darf kein ziviles Flugzeug den deutschen Luftraum überqueren. Wie viele Flüge davon betroffen sind, war zunächst unklar. „Die Stunde in Deutschland wird sich nicht sonderlich auswirken“, sagte Maas am Samstag in Frankfurt.

Gewerkschaftsentscheidung: Fluglotsen sagen europaweiten Streik ab

Gewerkschaftsentscheidung

Fluglotsen sagen europaweiten Streik ab

Die Fluglotsen haben sich entschieden – und zwar im Sinne Flugreisender der kommenden Tage. Die EU-Kommission habe Gesprächsbereitschaft gezeigt, ein Streik ist vorerst abgesagt.

Deutliche Auswirkungen werden nach seiner Einschätzung aber die Streiks der europäischen Lotsen-Kollegen haben. In Deutschland hat die GdF rund 2000 Fluglotsen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Das Magazin „Focus“ berichtet, dass mehrere hundert Flüge betroffen sein könnten und es „mit Sicherheit“ auch zu Ausfällen kommen könnte. Passagiere sollten sich bei den Airlines informieren.

Seit Monaten protestieren die Lotsen gegen EU-Pläne zur Liberalisierung des europäischen Luftraums mit bislang noch 28 nationalen Flugsicherungen. Danach sollen die Anbieter die Gebühren senken und zugleich mehr Verkehr abwickeln. Die Gewerkschaften sehen hingegen Sicherheits- und Kapazitätsprobleme.

Von

dpa

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