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24.01.2013

16:35 Uhr

Düsseldorf und Köln-Bonn

Streiks an Flughäfen gehen auch Freitag weiter

Das Sicherheitspersonal an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn wird auch am Freitag weiterstreiken. Der Tarifkonflikt könnte bis zum Wochenende die Abfertigung beeinträchtigen, viele Flüge fielen bereits aus.

Fluggastkontrolleure streiken wieder

Video: Fluggastkontrolleure streiken wieder

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Köln/DüsseldorfAn den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn müssen sich Passagiere auch am Freitag auf Verspätungen und Annullierungen gefasst machen. Die Gewerkschaft Verdi rief ihre Mitglieder dazu auf, die Arbeit an den Security-Checks der beiden Airports weiter ruhen zu lassen. An den Flughäfen streikten die Sicherheitsleute bereits am Donnerstag - bis zum Nachmittag fielen insgesamt 200 Flüge aus. Die Gewerkschaft will mit den Arbeitsniederlegungen ihrer Forderung nach höheren Löhnen Nachdruck verleihen.

Rechte der Passagiere bei Streiks

Streichung des Fluges

Wird der Flug wegen der Arbeitsniederlegung ganz gestrichen, muss die Airline nach der EU-Verordnung für Fluggastrechte die Passagiere per Ersatzflug zum Ziel befördern. Dies dürfte unter den gegebenen Umständen kaum möglich sein. Alternativ kann der Reisende bei Annullierung des Fluges vom Luftbeförderungsvertrag zurücktreten und sich den Flugpreis erstatten lassen. Ausgleichszahlungen braucht die Fluggesellschaft nach bislang überwiegender Ansicht nicht zu leisten, wenn sie alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat, um Flugannullierungen zu vermeiden.

Verspätung des Fluges

Startet die Maschine wegen des Streiks erst verspätet, haben Reisende nach der europäischen Fluggastrechte-Verordnung bei Abflugsverzögerungen von zwei Stunden (Kurzstrecken bis 1.500 Kilometer), drei (Mittelstrecken bis 3.500 Kilometer) bzw. vier Stunden (Langstrecken) Anspruch auf kostenlose Betreuung. So hat die Airline auf Wunsch des Reisenden für Mahlzeiten, Erfrischungen, zwei Telefongespräche, Telexe, Faxe oder E-Mails sowie für notwendige Hotelübernachtungen inklusive Transfer zu sorgen. Verschiebt sich der Flug auf einen anderen Tag, muss die Fluggesellschaft die notwendigen Kosten einer Übernachtung im Hotel übernehmen. Wer die Reise nicht mehr antreten will, kann bei einer mindestens fünfstündigen Flugverspätung darauf pochen, das Geld dafür zurückzubekommen.

Flug bei einer Pauschalreise

Ist der Flug Teil einer Pauschalreise, sollte sich der Urlauber an den Reiseveranstalter wenden. Auch er hat die Pflicht, so schnell wie möglich eine Ersatzbeförderung zu organisieren. Allerdings muss dem Veranstalter in der Regel eine angemessene Frist (einige Stunden) gesetzt werden, um einen solchen Transport zu bewerkstelligen. Ist das gebuchte Flugzeug wegen des Streikes bis zu vier Stunden verspätet, gilt das nach bisheriger Rechtsprechung zum Pauschalreiserecht als bloße Unannehmlichkeit. Erst wenn der Flieger mehr als vier Stunden Verspätung hat, kann – je nach Flugstrecke – ein Reisemangel vorliegen. Dann können fünf Prozent des Tagesreisepreises für jede weitere Verspätungsstunde vom Veranstalter zurückverlangt werden. Urlauber haben außerdem die Möglichkeit, nach ihrer Rückkehr den Reisepreis zu mindern, etwa wenn Reiseleistungen ausgefallen sind.

Die Gewerkschaft hatte die Aktion in der Nacht kurzfristig angekündigt. Sie will den Druck für die Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft erhöhen.

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Über die Rechte der Fluggäste gibt das Luftfahrt-Bundesamt im Internet unter lba.de und per Hotline unter Tel.: 0531 - 23 55 115 Auskunft.

Betroffen waren am Donnerstag nach Angaben von Verdi vor allem die Kontrollstellen für Fluggäste. Am Flughafen Düsseldorf fielen bis zum frühen Nachmittag fast 150 Flüge aus, sagte ein Flughafensprecher. Gestrichen worden seien vor allem innerdeutsche Flüge und Europa-Verbindungen. Die Langstreckenflüge konnten demnach zunächst abgefertigt werden. Passagiere mussten sich vor den Personenkontrollen auf Wartenzeiten von eineinhalb Stunden einstellen. Lediglich acht der über 40 Kontrollstellen seien besetzt. Übersichtlicher ist die Lage am kleineren Flughafen Köln/Bonn: Dort wurden zunächst 20 von insgesamt 160 Flügen abgesagt.

Erst vergangenen Freitag hatte ein Streik des Sicherheitspersonals den Hamburger Flughafen lahmgelegt. Dort waren 63 von 176 geplanten Flügen abgesagt worden, rund 12 000 Passagiere blieben am Boden und konnten ihre Reise nicht antreten.

Verdi will für die Sicherheitsleute an Flughäfen in Nordrhein-Westfalen einen Stundenlohn von einheitlich 16 Euro durchsetzen - zurzeit erhalten sie den Angaben zufolge höchstens 12,36 Euro. „Das sind die Leute, die Terroranschläge verhindern sollen“, begründete Verdi-Sprecher Günter Isemeyer die Forderung. Auch für Sicherheitsleute in anderen Bereichen will die Gewerkschaft mehr Geld. Die Arbeitgeber in NRW hätten es vor einigen Wochen abgelehnt, die Verhandlungen fortzusetzen.

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Über die Rechte der Fluggäste gibt das Luftfahrt-Bundesamt im Internet unter lba.de und per Hotline unter Tel.: 0531 - 23 55 115 Auskunft.

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) hatte vergangene Woche kritisiert, Verdi habe bei den Forderungen für das Flughafen-Personal „jedes Maß verloren“. In Nordrhein-Westfalen hätten die Arbeitgeber eine Lohnerhöhung von 9,22 Prozent angeboten.

Kommentare (15)

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Empoert

24.01.2013, 08:07 Uhr

Ihr, Gewerschafter, seid der allerletzte Mist, die Verhältnismässigkeit und den Verstand habt ihr verloren, nur Mist

Account gelöscht!

24.01.2013, 08:28 Uhr

"Nur Mist" ist es dass die Bundespolizei hier externer Sicherheitsfirmen anheuert ohne weitere Vorgaben zu machen!

Der Stundenlohn ist gemessen ander Verantwortung lächerlich.
Oft werden die Phasen zwischen den Flügen nicht als Bereitschaft bezahlt.
Das Ergebnis sind Teilzeitverträge die dazu führen das diese Mitarbeiter Wohngeld usw. beantragen müssen.
Dienstpläne gibt es oft nur einige Tage im Vorraus.
Also zusätzlich noch einen 400€-Job geht somit auch nicht.
Was sind denn das für Zustände ?
Hier werden Arbeitnehmer zur Verfügungsmasse degradiert!

Und jetzt bitte keinen neunmalklugen Standartsprüche:
z.B. geringqualifiziert.
Wer so einen Unsinn schreibt soll ersteinmal diese Prüfung bestehen!

Oder
Niemand wird gezwungen diesen Job zu machen.
1. Ist auch Unsinn, der Arbeitsmarkt ist schließlich kein Wunschkonzert.
2. Wollen Sie dass dort nur noch hirnlose Idioten stehen ?

Account gelöscht!

24.01.2013, 08:38 Uhr


Das eigentliche Problem sind die Spartengewerkschaften, die es im worsed case ermöglichen durch nacheinander gestellte Forderungen die Flughäfen über das ganze Jahr hindurch zu blockieren. Die eintelnen im Transportwesen beschäftigten Gewerbe müssen wieder gezwungen werden sich in einem Dachverband zu organisieren, dann ist der Spuk auch vorbei.

Daher ist der Gesetzgeber dringend gefordert, den jetzigen Unsinn zu unterbinden.

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