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02.06.2014

08:10 Uhr

Dunkin' Donuts und Starbucks

Mehr als Kaffee und Donuts

Die Zeiten von Kaffee und Donuts sind vorbei. Die US-Kette Dunkin' Donuts will künftig nicht nur Frühstück, sondern auch Mittagessen anbieten. Wie das funktionieren kann, zeigt ausgerechnet Konkurrent Starbucks.

Dunkin' Donuts will nicht nur für seine frittierten Kringel bekannt sein. Die Kette entdeckt das Mittagsgeschäft für sich. ap

Dunkin' Donuts will nicht nur für seine frittierten Kringel bekannt sein. Die Kette entdeckt das Mittagsgeschäft für sich.

Dunkin' Donuts ist eigentlich für frittierte, runde Backwaren mit Loch bekannt. In den USA bietet das Unternehmen aber längst mehr als nur Donuts. Am Montag nun startet es einen Angriff auf das Mittagsgeschäft – mit einem neuen Sandwich für 3,99 Dollar. Damit folgt es dem großen Konkurrenten Starbucks, der schon im vergangenen Monat sein neues Angebot vorstellte.

Dunkin' Donuts wird nun sieben neue Sandwiches in einigen Cafés testen. Das Mittagsangebot ist Teil des Versuchs, die Nachmittagsumsätze in die Höhe zu treiben, und neue Kundschaft in die Läden zu locken.

„Die größte Herausforderung ist es, ein Bewusstsein für unser neues Geschäft zu erzeugen“, sagte John Costello, der Innovationsleiter bei Dunkin' Brands, der Dachmarke von Dunkin' Donuts, in einem Interview. Generell gebe es nachmittags eine größere Nachfrage nach Essen, so Costello, doch Dunkin' sei vor allem für Kaffee und Donuts bekannt. Das will der Konzern nun ändern.

Das Mittagsgeschäft gilt als neustes Schlachtfeld in einer immer härter konkurrierenden Industrie. Burger-Ketten wie McDonald's und Burger King sind längst in das Café-Geschäft eingestiegen und haben damit den Druck auf die eigentlichen Kaffeeketten erhöht, mit einem eigenen Fast-Food-Angebot zurückzuschießen. Dabei bieten auch Dunkin' Donuts und Co. längst mehr als nur Gebäck und Heißgetränke. Starbucks etwa offeriert längst auch Alkohol und Tapas – und greift damit klassische, kleinere Restaurants an.

Die zehn größten Gastronomiebetriebe Deutschlands

Platz 10

Aral

Die Tankstellenkette erzielte laut Deutschem Fachverlag im Jahr 2012 einen Umsatz von 175,8 Millionen Euro mit seinen „Petit Bistro“-Verkaufsstellen in 1084 Tankstellen. Damit gab es Stagnation im Vergleich zum Vorjahr.

Platz 9

Ikea

Vom Skandal um Pferdefleisch in den beliebten Hackfleischbällchen „Köttbullar“ war im vergangenen Jahr noch nicht die Rede. Die Restaurants in den 46 Ikea-Möbelhäusern konnten 1012 einen Umsatz von 179 Millionen Euro verbuchen, ein Plus von etwa 2,5 Prozent.

Platz 8

SSP Deutschland

Der Betreiber von Restaurants und Geschäften in Bahnhöfen und Flughäfen musste einen leichten Umsatzrückgang um drei Millionen auf 182 Millionen Euro verkraften.

Platz 7

Subway

Die Zahl der Filialen der Sandwich-Kette ging zwar leicht um 12 auf 600 zurück im Jahr 2012. Doch der Umsatz konnte geschätzt um zehn auf 185 Millionen Euro zulegen.

Platz 6

Yum Restaurants

In China kämpft der Yum-Konzern mit Umsatzrückgängen bei seiner Marke Kentucky Fried Chicken, nachdem Nachrichten über minderwertiges Hühnerfleisch die Runde gemacht hatten. Auch die Pizza-Hut-Kette und Taco Bells gehören zum Unternehmen. In Deutschland baute Yum die Zahl der Filialen im Jahr 2012 um 16 auf 157 aus und steigerte den Umsatz um mehr als zehn Prozent auf 199 Millionen Euro. Das reichte für Rang 6 statt Rang 7 im Vorjahr.

Platz 5

Nordsee

Unter den größten fünf Unternehmen gab es keine Veränderung. Die Nordsee-Fischrestaurants machten 291 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2012 ein Rückgang um zehn Millionen Euro. Auch die Zahl der Filialen ging zurück auf 336 Restaurants (Vorjahr: 345).

Platz 4

Autobahn Tank & Rast

Insgesamt 392 Raststätten an Autobahnen betreibt das Unternehmen. Der Umsatz belief sich 2012 geschätzt auf 599 Millionen Euro. Damit gelang nur ein minimales Plus.

Platz 3

LSG Lufthansa Service

Der Caterer der Fluggesellschaft Lufthansa steigert den Umsatz um etwas mehr als zwei Prozent auf 730 Millionen Euro.

Platz 2

Burger King

Die Fast-Food-Kette hat 700 Restaurants (Vorjahr: 696) und legte 2012 geschätzt beim Umsatz um etwas mehr als fünf Prozent auf 833 Millionen Euro zu. Das reichte nicht, um sich näher an den Erzrivalen heranzupirschen …

Platz 1

McDonald’s

… der unangefochten auf Rang 1 liegt. Mit 1440 Restaurants setzt McDonald’s 3,25 Milliarden Euro um und wuchs prozentual zwar langsamer als Burger King. Doch absolut legte der Umsatz um 52 Millionen Euro zu. Allerdings sackte die Zahl der Gäste unter die 2011 noch geknackte Marke von eine Milliarde.

Die neue Angriffslust der Kaffeeketten liegt auch in ihrem Markt begründet: Kaffee und Donuts verkaufen sich am besten morgens. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts NPD kommen in diesem Zeitraum 65 Prozent der Kunden. Mittagessen und Nachmittagssnacks machen hingegen noch ein Drittel aus. Abends machen die Ketten nur noch zwei Prozent ihres Umsatzes, zeigen die Daten des Instituts.

Dunkin' Donuts will schon seit längerem an das Nachmittagsdrittel herankommen. Im vergangenen Jahr hat der US-Konzern daher seine Geschäfte umgebaut und setzt nun mehr auf den Stil von Cafés. Mit erdfarbenen Wänden, Jazz Musik und gemütlichen Nischen sollen die Filialen einladender sein und die Gäste dazu animieren, auch am Nachmittag vorbeizuschauen. Seit vergangenem Jahr gibt es auch mehr als nur Frühstück, zum Beispiel ein Bacon-Chicken-Sandwich. Zudem setzt Dunkin' Donuts zunehmend auf Loyalität und hat in den USA ein entsprechendes Programm eingeführt.

Genau so macht es auch Starbucks. Seit Anfang Mai können Kunden in 178 Cafés in Phoenix und Richmond, Virginia, neue Sandwiches testen. Zur Auswahl stehen Brote mit gegrilltem Hähnchen, Bacon und Käse sowie mit gegrillten Käse oder Cheddar Baguette. Der Preis: zwischen 5,25 und 6,95 Dollar, ähnlich wie ein Menü bei Burger King oder McDonald's. Im September will Starbucks sein Angebot auf die gesamte USA ausweiten. Die Kunden sollen mit der Kette künftig auch „high-quality Mittagessen“ verbinden, sagte Geschäftsführer Troy Alstead im April.

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