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21.07.2016

15:14 Uhr

Easyjet, Lufthansa und Co

Mit Easy Going ist Schluss

VonCarsten Herz

Der Brexit, Terror und wachsende Unsicherheit lassen Europas zweitgrößten Billigflieger Easyjet skeptisch in die Zukunft schauen. Auch die Lufthansa wird vorsichtig. Die Luftfahrtbranche kippt unsanft aus Wolke sieben.

Brexit-Votum und politische Unsicherheit haben sich bereits im abgelaufenen Quartal auf das Geschäft des Billigfliegers ausgewirkt. dpa

Easyjet

Brexit-Votum und politische Unsicherheit haben sich bereits im abgelaufenen Quartal auf das Geschäft des Billigfliegers ausgewirkt.

LondonCarolyn McCall gibt sich unverdrossen. „Unser Geschäftsmodell bleibt robust, mit einer starken Cash-Position und einer flexiblen Flottenplanung“, betonte die Vorstandschefin des britischen Billigfliegers Easyjet bei der Vorlage der Quartalszahlen am Donnerstag in London. Doch auch die markigen Worte der 54-jährigen Spitzenfrau können nicht überdecken, dass der zweitgrößten Low-Cost-Fluggesellschaft in Europa ungewohnter Gegenwind entgegenbläst.

Wegen der Entscheidung der Briten für den EU-Austritt und den Ereignissen in der Türkei und Nizza geht die Airline inzwischen von einer stärkeren Verunsicherung unter den Fluggästen aus, die sich auf das vierte Quartal auswirken werde. Die Luftfahrbranche in Großbritannien befinde sich „in einer der schwierigsten Phasen seit Langem“, räumte McCall ein.

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Es sind ungewohnt vorsichtige Töne der wichtigen britischen Airline – und sie steht damit nicht allein. Auch die Lufthansa senkte als Reaktion auf die Anschläge und eine „gestiegene politische und wirtschaftliche Unsicherheit“ am Mittwochabend ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr. Schluss mit Easy Going: Lange profitierten die Fluggesellschaften im Schatten des günstigen Öls vom billigen Kerosinpreis und fuhren teilweise Rekord um Rekord beim Quartalsgewinn ein. Doch die anhaltenden Terroranschläge und die überraschende Entscheidung der Briten, sich von der EU zu verabschieden, kippten die Branche in Europa nun unsanft aus Wolke Sieben.

Die Luftfahrtindustrie steht damit vor einem schwierigen Sommer. Angesichts der Währungsschwankungen nach dem Brexit-Votum und den Ereignissen in der Türkei und Nizza rechnet Easyjet - Europas zweitgrößte Billigfluglinie – mit deutlichen Auswirkungen auf das Verbrauchervertrauen. So überdenken viele Urlauber angesichts der wachsenden Unsicherheit offensichtlich ihre Ferienpläne.

Im dritten Geschäftsquartal zu Ende Juni sank der Umsatz von Easyjet bereits um 2,6 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Pfund (umgerechnet 1,43 Milliarden Euro). Die Erlöse pro Sitzplatz gaben sogar um mehr als acht Prozent nach. Easyjet begründete dies unter anderem auch mit zahlreichen Flugausfällen im Juni, für die auch ein Fluglotsenstreik in Frankreich sorgte.

Bereits kurz nach dem Referendum am 23. Juni hatte der Ryanair-Konkurrent seine Prognose gekappt und dies damit begründet, dass sich wegen des Brexits weniger Menschen im Sommer für eine Flugreise entscheiden könnten. Eine Sorge, die nicht allein die britische Airline umtreibt.

Politische Unsicherheiten und Anschläge in Europa stimmen auch die Lufthansa skeptisch. Deutschlands größte Fluggesellschaft senkte am Mittwochabend überraschend ihr Gewinnziel für dieses Jahr. Das Betriebsergebnis werde 2016 unter den 1,8 Milliarden Euro aus dem Vorjahr liegen, teilte die Gesellschaft mit. Zuvor hatte der Konzern noch erwartet, den Vorjahreswert „leicht“ übertreffen zu können. Erst vor zwei Wochen hatte Konzernchef Carsten Spohr diese Prognose bestätigt.

Kommentare (6)

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Novi Prinz

21.07.2016, 15:27 Uhr

Auch Luftfahrt-Blasen platzen , nicht nur Luftblasen . Terror etc. lässt die Fluggastzahlen schrumpfen . Anpassung ist angesagt .

Account gelöscht!

21.07.2016, 15:45 Uhr

Der Brexit, Terror und wachsende Unsicherheit lassen Europas zweitgrößten Billigflieger Easyjet skeptisch in die Zukunft schauen.

------- Man mache BILLIGFLÜGE von der EU in andere Kontinente...

ES WIRD DER RENNER...

weil dann alle EU-EUROPÄER DIE " EU " VERLASSEN...FÜR IMMER !!!


Account gelöscht!

21.07.2016, 15:47 Uhr

Mal sehen wie dann die EU-POLITIKER ALLEINE IN EUROPA WÄREN !!!


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