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16.10.2012

14:53 Uhr

EEG-Umlage

Stromversorger schweigen sich über Preiserhöhungen aus

Die Ökostrom-Umlage steigt im kommenden Jahr kräftig, aber was das für die Strompreise bedeutet, bleibt unklar. Die meisten Stromversorger wollen sich derzeit nicht zu möglichen Preiserhöhungen klar äußern.

Auch bei den Ökostromanbietern Naturstrom und Lichtblick herrscht noch keine Klarheit über die Preisgestaltung im kommenden Jahr. dpa

Auch bei den Ökostromanbietern Naturstrom und Lichtblick herrscht noch keine Klarheit über die Preisgestaltung im kommenden Jahr.

BerlinDie Stromversorger halten sich über die Auswirkungen der erhöhten Ökostrom-Umlage auf ihre Preise vorerst bedeckt. Eine Umfrage der Nachrichtenagentur dapd ergab am Dienstag, dass sich die meisten großen Anbieter noch nicht festlegen wollen.

Bei Eon und Vattenfall hieß es, es gebe noch keine Entscheidung. Eine Eon-Sprecherin sagte, für Angaben zur Preisgestaltung des kommenden Jahres sei es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh. Der Preis werde sich am Markt bilden. EnBW kündigte an, die EEG-Umlagenerhöhung in die neuen Kalkulationen mit einfließen lassen.

Inwiefern sie sich auf den Strompreis auswirke, könne aber noch nicht gesagt werden, da der Preis auch von anderen Faktoren abhänge, sagte ein Sprecher. Bei der RWE Vertrieb AG hieß es dagegen, der Anstieg von 3,6 auf 5,3 Cent pro Kilowattstunde zum Jahreswechsel werde zunächst nicht an die Kunden weitergegeben.

Auch bei den Ökostromanbietern Naturstrom und Lichtblick herrscht noch keine Klarheit über die Preisgestaltung im kommenden Jahr. Eine Lichtblick-Sprecherin sagte, dass die EEG-Umlage aber mit in die Berechnungen einbezogen würde. Die genaue Höhe wolle man den Kunden Mitte November mitteilen.

Genaue Aussagen konnte auch der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), in dem eine Vielzahl von kommunalen Energieversorgern organisiert ist, noch nicht machen. Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des VKU, plädierte aber dafür, die Verbraucherinteressen nicht aus dem Auge zu verlieren. „Strom sollte für alle Bevölkerungsgruppen und die Wirtschaft bezahlbar bleiben.“

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln geht indes davon aus, dass die Erhöhung der EEG-Umlage die privaten Haushalte „mit voller Wucht“ trifft. Inklusive Mehrwertsteuer müssten sie ab Januar etwa zwei Cent je Kilowattstunde mehr zahlen, wie das Institut mitteilte. Dies bedeute einen Anstieg der Stromrechnung um etwa acht Prozent nur aufgrund der Förderung erneuerbarer Energien.

Von

dapd

Kommentare (5)

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Energystar

16.10.2012, 15:52 Uhr

Die Antwort liegt klar auf der Hand.

2013 sind Wahlen. Altmaier hat bereits Gespräche mit RWE geführt. Inhaltlich dringt wenig nach draussen, aber CDU und FDP werden die gesalzene Rechnung spätestens nach den Wahlen präsentieren wollen. Solange gibt es wahrscheinlich ein Agreement auf beiden Seiten.

Altmaiers und Röslers drittklassige Projektmanagement sind ein weiteres Indiz für dieses Vorgehen.

Kostentreiber sind die vielen Ausnahmen bei der EEG-Umlage. Weitere Mrd-Subventionen in der Landwirtschaft tragen ebenfalls dazu bei.

Niemand braucht CDU/CSU und FDP wählen. Ob es die anderen Parteien besser machen sei dahingestellt! Es wird aber Zeit, die Wahrheit auf den Tisch zu legen.

blosseinbuerger

16.10.2012, 16:18 Uhr

Die Strompreise werden steigen, da Politik sich dafür entschieden hat, den Ökostromabkassierern unter dem Deckmantel von Umweltschutzinteressen fette Profite zu sichern. Die Ökoverbände sowie die Rot-Grünen machen nun die Ausnahmen der Industrie dafür verantwortlich. Das Wohl der dort Arbeitenden ist ihnen dabei egal. Es geht ihnen nur um die Sicherung der Profite ihres Klientels.

Trickbetrueger

16.10.2012, 16:53 Uhr

Die Zahl der Betriebe, die von der Umlage befreit sind hat sich seit CDU/CSU und FDP regieren nahezu verfünffacht!

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