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10.11.2015

20:25 Uhr

Ehemalige Siemens-Tochter

Osram pumpt Milliarden ins LED-Geschäft

Die Leuchtmittelbranche steckt im Umbruch, LED-Technik wird immer wichtiger. Bei Osram macht sie gut 40 Prozent des Umsatzes aus. Nun investiert der Konzern Milliarden in den Aufbau einer LED-Chipfabrik in Malaysia.

Die Leuchtmittelbranche steckt mitten im Umbruch, immer mehr Kunden schwenken auf die stromsparenden LEDs um. dpa

Osram

Die Leuchtmittelbranche steckt mitten im Umbruch, immer mehr Kunden schwenken auf die stromsparenden LEDs um.

MünchenDer Leuchtmittelhersteller Osram setzt mit Milliardeninvestitionen voll auf die zukunftsträchtige LED-Technik. Bis 2020 wollen die Münchner zwei Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung in dem Bereich ausgeben, hinzu kommt eine weitere Milliarde für den Aufbau einer LED-Chipfabrik in Malaysia, wie die ehemalige Siemens-Tochter am Dienstag mitteilte.

„Damit schalten wir um auf nachhaltiges Wachstum und nutzen noch stärker die Potenziale der halbleiterbasierten Technologien“, erklärte der seit knapp einem Jahr amtierende Vorstandschef Olaf Berlien.

Sein Haus will damit die Umsatzeinbußen, die durch die Trennung vom Geschäft mit herkömmlichen Glühlampen entstehen, weitgehend wettmachen und bis 2020 auf einen Umsatz von bis zu 5,5 Milliarden Euro kommen. Das Betriebsergebnis (Ebitda) soll sich bis dahin auf bis zu eine Milliarde Euro nahezu verdoppeln.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Nettogewinn wegen des laufenden Abbaus tausender Stellen um gut ein Zehntel auf 171,2 Millionen Euro gesunken. Der Umsatz kletterte dagegen um gut acht Prozent auf 5,57 Milliarden Euro, davon entfielen noch zwei Milliarden Euro auf das zum Verkauf stehende Lampengeschäft.

Osram spaltet derzeit seine Glühbirnensparte ab, vor allem chinesische Firmen interessieren sich für das Geschäftsfeld. Das Unternehmen will sich auf Leuchtdioden-Chips und die einträgliche Spezialbeleuchtung für die Autobranche konzentrieren.

Die Leuchtmittelbranche steckt mitten im Umbruch, immer mehr Kunden schwenken auf die stromsparenden LEDs um. Auch im Autobereich werden immer mehr der winzigen und zugleich lichtstarken Leuchtdioden verbaut. Bereits jetzt macht Osram gut 40 Prozent seines Umsatz mit LED-basierter Technik. Auf dem Markt haben die etablierten Leuchtmittelanbieter wie GE und Philips zunehmend mit neuen Rivalen aus Asien und den USA zu kämpfen.

Seinen Aktionäre will Osram für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 90 Cent je Anteilsschein zahlen. Im neuen Geschäftsjahr soll das so bleiben. Hinzu kommt ein Aktienrückkauf, für den das Unternehmen ab Januar bis zu 500 Millionen Euro ausgeben will.

Von

rtr

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