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10.03.2013

17:23 Uhr

Ehrgeizige Umsatzpläne

Tom Tailor will Milliardengrenze knacken

Schon 2014 sei ein Umsatz oberhalb der Milliardengrenze möglich, so Tom-Tailor-Chef Dieter Holzer. Dazu soll auch die Marke Bonita beitragen, die seit dem letzten Sommer zum Konzern gehört.

Eine Filiale der Modekette Tom Tailor. dapd

Eine Filiale der Modekette Tom Tailor.

FrankfurtDer Modekonzern Tom Tailor will im kommenden Jahr die Milliardengrenze beim Umsatz knacken. "Das kann schon 2014 passieren", sagte Vorstandschef Dieter Holzer der "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht. Zwar komme Tom Tailor 2012 noch auf einen Umsatz von 625 bis 635 Millionen Euro. Darin sei die im Sommer 2012 übernommene Marke Bonita aber noch nicht vollständig enthalten. "2013 ist das anders. Und da werden wir beim Umsatz die Marke von 900 Millionen Euro überschreiten", kündigte Holzer an.

Beim geplanten Wachstum setzt Tom Tailor vor allem auf eigene Läden. "Aktuell betreiben wir rund 1.300 Filialen mit den beiden Konzernmarken Tom Tailor und Bonita. Ziel ist es, jedes Jahr rund 100 weitere Filialen zu eröffnen, 60 für Tom Tailor und 40 bei Bonita."

Die größten Textileinzelhändler Europas

Der Bekleidungsmarkt in Europa

Auch wenn es viele bekannte Modeketten gibt – ihr jeweiliger Marktanteil ist recht gering. Das hängt nur teilweise mit dem Online-Handel zusammen. Vor allem vertreiben auch Discounter wie Aldi oder Lidl viel Bekleidung. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2012.

H&M

4,71 Prozent Marktanteil in Europa

Inditex (Zara u.a.)

3,93 Prozent

C&A

2,21 Prozent Marktanteil

Marks&Spencer

1,68 Prozent

Next

1,53 Prozent

Primark

1,36 Prozent

Arcadia

1,2 Prozent

Esprit

0,85 Prozent

TK Maxx

0,8 Prozent

Kik

0,65 Prozent

Quelle

Mintel (über statista.de)

Die Expansion werde vor allem in Deutschland und den ausländischen Kernmärkte Österreich, Schweiz, Belgien und Holland sowie Südosteuropa und Russland stattfinden. "Wir sind kein Großkonzern, der mal eben einen neuen Kontinent für sich erschließen kann. Wir müssen das Risiko in Grenzen halten", sagte Holzer.

Seit Ende 2012 ist Tom Tailor allerdings mit Verkaufsflächen in China vertreten. "Diesen Markt wollen wir behutsam entwickeln". Der Manager räumte ein, dass es dort große Herausforderungen für einen europäischen Modeanbieter gebe, insbesondere bei den Größen und den Passformen.

Weitere Übernahmen seien vorerst nicht geplant. Die Integration von Bonita werde den Konzern 2013 und auch 2014 noch beschäftigen. Bonita, mit seiner Mode für über 40-Jährige, schmälerte zuletzt das Wachstum des Konzerns. Während Tom Tailor die Erlöse in seinen Läden im vierten Quartal flächenbereinigt um 15,4 Prozent steigerte, schrumpfte der Umsatz von Bonita um vier Prozent. Ausschließen will Holzer neue Zukäufe nicht. Nachdem Bonita integriert ist, könne es durchaus sein, "dass wir interessante Optionen prüfen, um das Geschäft noch breiter aufzustellen".

Den vollständigen Jahresbericht für 2012 will der Modekonzern am 19. März veröffentlicht.

Von

rtr

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