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17.07.2011

20:55 Uhr

Eigentümerstreit

Keine Lösung um Industriedienstleister Ferrostaal

VonMartin Murphy

ExklusivDer Industriedienstleister Ferrostaal muss seine Hoffnungen auf eine baldige Einigung im Eigentümerstreit wohl begraben. Die Schuld daran weisen sich Kreisen zufolge MAN und IPIC gegenseitig zu.

Die Firmenzentrale des Anlagenbauer Ferrostaal in Essen. Quelle: dpa

Die Firmenzentrale des Anlagenbauer Ferrostaal in Essen.

DüsseldorfTrotz wiederholter Anläufe gebe es keine Annährung zwischen MAN und IPIC, wer für die Kosten der Schmiergeldaffäre aufkommen soll, erfuhr das Handelsblatt (Montagausgabe) aus Eigentümerkreisen. „Die Fronten sind verhärtet, eine Einigung ist nicht in Sicht.“. Es gebe nicht einmal mehr Verhandlungen. Die Schuld daran weisen sich den Kreisen zufolge MAN und IPIC gegenseitig zu.

IPIC-Chef Khadem Al-Qubaisi hatte sich wiederholt an die MAN-Führung sowie Aufsichtsratschef Ferdinand Piech gewandt, um doch noch eine Lösung herbeizuführen, hieß es im Umfeld des arabischen Staatsfonds. Doch diese Initativen seien wohl ins Leere gelaufen.

Über das Schicksal von Ferrostaal nun wird wohl ein Schiedsgericht entscheiden müssen, über das IPIC eine Rückabwicklung des Deals erreichen will. Dass würde aber Jahre dauern, die Eigentümer würden Ferrostaal dem Siechtum überlassen. Schon jetzt ist die Lage angespannt. Wegen dem Eigentümerstreit haben sich die Hausbanken abgewendet. Dringend benötigte Kreditgarantien gewähren sie derzeit nur gegen hohe Bürgschaften

MAN hatte im Mai 2009 die Mehrheit von Ferrostaal an den arabischen Staatsfonds IPIC verkauft. Wenige Wochen später kochte die Schmiergeldaffäre bei Ferrostaal hoch, deren Aufarbeitung hohe Kosten nach sich zieht. MAN hatte sich zu einer Übernahme von Kosten in Höhe von 450 Millionen Euro bereit erklärt. Dies reichte IPIC jedoch nicht.

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