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19.03.2014

17:39 Uhr

Eine Woche später

Air Berlin verschiebt Bilanzvorlage

Die Nachricht ließ Börsianer aufhorchen: Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin befindet sich „in fortgeschrittenen Gesprächen über Handlungsoptionen“ – doch worüber, dazu schweigt das Unternehmen.

Air-Berlin-Flieger am Flughafen Tegel: Überraschend hat die Airline die Vorlage der Unternehmensbilanz um eine Woche verschoben. dpa

Air-Berlin-Flieger am Flughafen Tegel: Überraschend hat die Airline die Vorlage der Unternehmensbilanz um eine Woche verschoben.

BerlinAir Berlin hat die Bilanzvorlage für 2013 wegen wichtiger Verhandlungen überraschend verschoben. Statt wie geplant an diesem Donnerstag will Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft das Zahlenwerk erst eine Woche später präsentieren. „Die Air Berlin PLC befindet sich derzeit in fortgeschrittenen Gesprächen über Handlungsoptionen, die im Fall ihrer Umsetzung einen wesentlichen Einfluss auf die Gesellschaft haben werden“, teilte das Unternehmen zur Begründung mit. Ein Sprecher wollte auf Nachfrage nicht konkreter werden. Die Air-Berlin-Aktie legte kurz darauf um fast 15 Prozent zu.

Das Unternehmen befindet sich seit Jahren in Schwierigkeiten und steckt inzwischen schon im zweiten Sparprogramm. Vor zwei Jahren war die arabische Fluggesellschaft Etihad zu 29 Prozent bei den Berlinern eingestiegen. Dass Etihad seinen Anteil weiter aufstocken könnte, hatten beide Seiten aber erst im Januar verneint.

Vorstandschef Wolfgang Prock-Schauer und Finanzchef Ulf Hüttmeyer hatten schon im November einen Verlust für 2013 angekündigt – es wäre das fünfte Negativ-Ergebnis in sechs Jahren. Damals hieß es, Air Berlin arbeite an weiteren Sondererlösen. 2012 hatte sich die Gesellschaft durch den Verkauf ihres Vielfliegerprogramms überraschend in die Gewinnzone gerettet.

Mit rund 900 Arbeitsplätzen soll mit dem laufenden Sparprogramm rund jeder zehnte Job wegfallen. Um den Schuldenberg abzubauen, wollte der Vorstand Ende 2013 zudem weitere Flugzeuge verkaufen. Den Plänen zufolge sollten zum Jahreswechsel von den 143 Maschinen der Air-Berlin-Flotte nur noch etwa jede zehnte tatsächlich dem Unternehmen gehören.

Dennoch sah alles danach aus, dass der Schuldenberg langsamer schmilzt als zuvor geplant. Ende September saß die Gesellschaft auf einer Nettoverschuldung von 812 Millionen Euro. Die Marke von 500 Millionen Euro dürfte erst Ende 2014 erreicht werden und damit ein Jahr später als eigentlich beabsichtigt, hatte Finanzchef Hüttmeyer im November eingeräumt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

20.03.2014, 15:57 Uhr

Wieder sind Manager nicht gewillt bzw. in der Lage kaufmämmisch zu arbeiten. Dies ist wohl die neue Uni-Ausbildung bzw. Voraussetzung um ein Manager zu werden!!!!

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