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30.01.2013

17:03 Uhr

Einigung mit DFS

Neuer Tarifvertrag für Fluglotsen steht

Der Tarifstreit bei den Fluglotsen ist beigelegt. Nun kam es überraschend zu einer schnellen Einigung mit der Deutschen Flugsicherung (DFS). Die Beschäftigten bekommen von Januar bis Dezember 2013 zwei Prozent mehr Geld.

Vor anderthalb Jahren hatte ein Tarifkampf der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) mit der DFS noch beinahe den Flugverkehr in ganz Deutschland zum Erliegen gebracht. dapd

Vor anderthalb Jahren hatte ein Tarifkampf der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) mit der DFS noch beinahe den Flugverkehr in ganz Deutschland zum Erliegen gebracht.

FrankfurtDie Fluglotsen haben sich mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) überraschend schnell auf einen Tarifabschluss geeinigt. Vereinbart worden sei, die Entgelte für den Zeitraum von Januar bis Dezember 2013 um zwei Prozent zu erhöhen, teilte die DFS am Mittwoch mit. Zudem gebe es für die letzten beiden Monate 2012 eine Einmalzahlung von 350 Euro. Die DFS kontrolliert von Langen bei Frankfurt aus den deutschen Luftraum und zählt 6000 Mitarbeiter.

Vor anderthalb Jahren hatte ein Tarifkampf der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) mit der DFS noch beinahe den Flugverkehr in ganz Deutschland zum Erliegen gebracht. Im August 2011 hatte die Gewerkschafter ihre Mitglieder zweimal in den Ausstand gerufen - beide Streiks wurden in letzter Minute abgeblasen. Später löste erst das Eingreifen des Bundesverkehrsministeriums den Tarifkonflikt - die DFS gehört dem Bund. Die damals verantwortlichen DFS-Vorstände nahmen bald danach ihren Hut.

Mit der neuen Führungsriege um Chef Klaus-Dieter Scheurle kommt die kampferprobte GdF Arbeitnehmervertretern zufolge viel besser klar. Deutliches Zeichen dafür ist nicht nur die geräuschlose Tarifeinigung, sondern auch der Rückzug einer umstrittenen Klage. Die DFS hat sich vergangenes Jahr einer Schadenersatzklage der Lufthansa, Air Berlin und des Flughafenbetreibers Fraport gegen die Gewerkschaft wegen eines Streiks angeschlossen.

Die Forderung wurde mit insgesamt zehn Millionen Euro taxiert. Gewerkschafter protestierten vehement dagegen, vom eigenen Arbeitgeber verklagt zu werden. Davon ist die DFS nun abgerückt: Beide Parteien haben vereinbart, ihre gerichtlichen Auseinandersetzungen zu beenden. Ungeachtet dessen wird die Klage der Airlines Mitte Februar vor Gericht verhandelt.

Von

rtr

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