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28.11.2013

16:19 Uhr

Einigung steht

Bauhaus übernimmt mehr als 20 Max-Bahr-Märkte

Nur einen Tag, nachdem die Übernahme von Max Bahr durch Globus gescheitert ist, werden Teile der Baumarktkette verkauft. Bauhaus übernimmt ein Drittel der Läden. 1300 Arbeitsplätze sollen gerettet werden.

Demo von Max-Bahr-Mitarbeitern in Hamburg: Ein Drittel der Arbeitsplätze könnte nach dem Bauhaus-Deal erhalten bleiben. dpa

Demo von Max-Bahr-Mitarbeitern in Hamburg: Ein Drittel der Arbeitsplätze könnte nach dem Bauhaus-Deal erhalten bleiben.

Hamburg/MannheimDie Mannheimer Baumarktkette Bauhaus übernimmt mehr als 20 Standorte des insolventen Konkurrenten Max Bahr. Damit seien rund 1300 der noch verbliebenen 3600 Arbeitsplätze bei Max Bahr abgesichert, teilte Bauhaus am Donnerstag in Mannheim mit. „Allen Mitarbeitern der von Insolvenz betroffenen zukünftigen Bauhaus-Standorte wird vorbehaltlos die Beschäftigung zu mindestens den gleichen Bedingungen angeboten“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Der Betriebsrat von Max Bahr begrüßte den Einstieg von Bauhaus. „Das ist erfreulich in diesen schweren Tagen“, sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Ulli Kruse. „Für die Mitarbeiter aller anderen Märkte hoffen wir, dass weitere Mitbewerber eine große Anzahl von Kolleginnen und Kollegen sowie Märkten übernehmen werden.“ Wer nicht das Glück eines neuen Arbeitsplatzes habe, müsse ebenso wie alle anderen Konzernbeschäftigten bisher ein mindestens gleichwertiges Angebot zum Eintritt in eine Transfergesellschaft erhalten.

Bauhaus übernimmt die Märkte von der ebenfalls insolventen Vermieterin Moor Park.

Die größten deutschen Firmenpleiten

Platz 16

Schlott

Druckerei/1480 Beschäftigte

(Quelle: Statista)

Platz 15

Hansa

Pflegeheim/1600 Mitarbeiter

Platz 14

Mäc Geiz

Discounter/1600 Mitarbeiter

Platz 13

Sellner

Autozulieferer/1600 Mitarbeiter

Platz 12

Escada

Modekonzern/2200 Mitarbeiter

Platz 11

Q-Cells

Solarindustrie/2300 Mitarbeiter

Platz 10

Schiesser

Textilhersteller/2300 Mitarbeiter

Platz 9

Edscha

Autozulieferer/2300 Mitarbeiter

Platz 8

Wadan-Werften

Schiffsbau/2400 Mitarbeiter

Platz 7

Honsel

Autozulieferer/3000 Mitarbeiter

Platz 6

Karmann

Autozulieferer/3400 Mitarbeiter

Platz 5

Quimonda

Chiphersteller/4600 Mitarbeiter

Platz 4

Manroland

Maschinenbauer/6500 Mitarbeiter

Platz 3

Woolworth

Kaufhaus/9300 Mitarbeiter

Platz 2

Schlecker

Drogeriekette/25.000 Mitarbeiter

Platz 1

Arcandor

Handel und Touristik/52.000 Mitarbeiter

Die Max-Bahr-Filialen, die Bauhaus übernehmen will, sind unter anderem in Hamburg, Berlin, Bremen, Cottbus, Gera, Kiel, Karlsruhe, Koblenz, Augsburg, Mainz und Nürnberg. Bauhaus hatte bereits einzelne Filialen der ebenfalls insolventen Baumarktkette Praktiker übernommen.

An den Max-Bahr-Standorten würde zunächst die Waren verkauft, anschließend die Märkte auf die Marke Bauhaus umgeflaggt und im Laufe des kommenden Jahres neu eröffnet, hieß es. Die entsprechenden Verträge seien unterzeichnet. Die Planungen stünden allerdings unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Bundeskartellamtes, teilte Bauhaus mit. Bei einigen der Märkte könne es auch etwas länger dauern, weil umfangreichere Umbauten mit einem entsprechenden Vorlauf notwendig seien. Die Verträge seien unterzeichnet; einige Details bei der Umsetzung jedoch noch zu klären.

Kommentare (1)

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Fragesteller

28.11.2013, 15:43 Uhr

Irgendwie klingt das nicht glaubhaft und aufgrund der Vielzahl von Standorten und damit umfangreicher Verträge völlig unrealistisch: Vorgestern soll der Notartermin mit Globus gescheitert sein und schon heute hat Bauhaus über 20 Standorte per Vertrag übernommen?

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