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16.08.2012

15:39 Uhr

Einstieg bei Internet-Shop

JP Morgan erhält Zalando-Päckchen

Die US-Großbank JP Morgan und der Investor Quadrant Capital steigen bei Zalando ein. Der Online-Schuhhändler hat in den vergangenen Jahren stark expandiert. Das sei beeindruckend, findet JP Morgan.

Model mit Schuhen: JP Morgan steigt bei Zalando ein. dpa

Model mit Schuhen: JP Morgan steigt bei Zalando ein.

BerlinDer wachstumsstarke Berliner Online-Schuhversand Zalando bekommt frisches Geld von zwei neuen Investoren: Die Vermögensverwaltungs-Sparte der US-Bank JP Morgan hat sich mit 1,3 Prozent und der US-Finanzinvestor Quadrant Capital Advisors mit 0,9 Prozent an dem Internet-Shop beteiligt, wie Zalando am Donnerstag mitteilte.

Damit bekommt Zalando seine Eigentümer Nummer sieben und acht. Zur Investitionssumme, die dem Unternehmen zugutekommt, machten weder Zalando noch JP Morgan Angaben. Mit dem Geld der beiden Investoren solle der „bereits eingeschlagene Wachstumskurs von Europas führendem Onlineshop für Mode“ unterstützt werden, erklärte Zalando-Geschäftsführer Rubin Ritter. Daneben stehe „der nachhaltige Ausbau bereits geschaffener Strukturen“.

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Zalando habe sich „in Europa innerhalb kürzester Zeit als einer der führenden Online-Händler für Mode etabliert“, erklärte Robert Cousin von JP Morgan. „Zalandos stark wachsender und treuer Kundenstamm ist ebenso beeindruckend wie das riesige Produktsortiment.“

Zalando sieht sich inzwischen als größter Internet-Anbieter von Schuhen und Mode in Deutschland. 2011 verdreifachte sich der Umsatz auf 510 Millionen Euro. Das Unternehmen, das mehr als 1000 Mitarbeiter beschäftigt, setzt klassische Versandhäuser wie Otto zunehmend unter Druck.

Mit 44 Prozent ist Rocket Internet, eine Beteiligungsgesellschaft Internet-Unternehmer Marc, Alexander und Oliver Samwer, der größte Anteilseigner. Die Brüder haben unter anderem den Klingelton-Anbieter Jamba und das Internet-Auktionshaus Alando gegründet, die sie später an Großkonzerne verkauften.

Acht Prozent an Zalando hält das Management um David Schneider und Robert Gentz, der russische Investor DST Global hat auf neun Prozent aufgestockt. Weitere Anteilseigner sind die Technologie-Finanziers Tengelmann Ventures und Holtzbrinck Ventures sowie der schwedische Investor Kinnevik. Börsenpläne für Zalando gebe es derzeit nicht, sagte eine Sprecherin.

Das Unternehmen hatte im Juli erstmals in seiner Unternehmensgeschichte Umsatzzahlen vorgelegt. 2011 nahm Zalando demnach 510 Millionen Euro ein und konnte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr damit mehr als verdreifachen. Etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes brachten den Angaben zufolge Geschäfte außerhalb Deutschlands ein. Vier Jahre nach seiner Gründung ist der Online-Händler in zwölf europäischen Märkten aktiv.

Kommentare (2)

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Stula

16.08.2012, 16:09 Uhr

Umsatz ist nicht gleich Gewinn und da hapert es bei Zalando.

Account gelöscht!

16.08.2012, 17:08 Uhr

Macht ja nichts...wenn JP dort einsteigt, dann heisst das nichts weiter als dass dort jetzt massiv ausgequetscht wird was man ausquetschen kann um sich dann mit den Gewinnen und einem Scherbenhaufen zu verdrücken.

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