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20.01.2011

14:47 Uhr

Einzelhändler

Ahold erhöht den Umsatz

Die niederländische Einzelhändler Ahold hat seinen Umsatz in den USA mühsam gesteigert, kam auf dem Heimatmarkt und in Mitteleuropa aber besser voran.

Albert-Heijn-Supermarkt in Utrecht: Der Einzelhändler Ahold, zu dem die Kette gehört, hat der US-Konsumflaute getrotzt. Quelle: Reuters

Albert-Heijn-Supermarkt in Utrecht: Der Einzelhändler Ahold, zu dem die Kette gehört, hat der US-Konsumflaute getrotzt.

HB LONDON. Insgesamt sei der Netto-Umsatz im vierten Quartal um 5,5 Prozent auf sieben Milliarden Euro geklettert, teilte der niederländische Konzern am Donnerstag mit. Dies lag im Rahmen der Analystenerwartungen.

Ungeachtet des starken Wettbewerbs jenseits des Atlantiks schlug sich Ahold dort besser als die Konkurrenten und punktete mit Discount-Preisen. Die Einzelhändler in den USA und Europa stehen vor dem Dilemma, die höheren Kosten für Lebensmittel und Benzin an die Verbraucher weitergeben zu müssen. Die Konsumenten sehen sich allerdings auch wegen vieler Sparprogramme zur Begrenzung der Haushaltsdefizite geschröpft.

Die Ladenbesucher seien angesichts klammer Geldbeutel immer auf der Suche nach Schnäppchen, erklärte Ahold. Dies sei insbesondere in den USA zu spüren. In den Niederlanden indes file der Umsatzzuwachs etwas deutlicher aus. Zu Ahold gehört der niederländische Marktführer Albert Heijn. Auch in Tschechien und der Slowakei sei gut Kasse gemacht worden.

Der Konzern betreibt rund 2900 Geschäfte in elf Ländern.

Rund 60 Prozent seines Umsatzes verbucht der Lebensmittelhändler in den USA mit Märkten der Ketten Stop & Shop, Giant-Landover und Giant-Carlisle.

Beim Aktienkurs gebe es angesichts der Zahlen "kein Feuerwerk", sagte ein Analyst. Am Donnerstagnachmittag verbuchten Ahold-Aktien ein Minus von mehr als einem Prozent, die Papiere des deutschen Konkurrenten Metro lagen mit fast drei Prozent im Minus.

Analysten warteten noch auf Aussagen zur Nutzung der mit rund zwei Milliarden Euro gefüllten Konzernkasse. Es hatte Gerüchte gegeben, Ahold plane eine Übernahme seines niederländischen Rivalen Hema oder könnte ein bestehendes Programm zum Aktien-Rückkauf erweitern.

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