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13.03.2014

13:05 Uhr

Einzelhandel

Aldi und Lidl greifen britische Unternehmen an

Sie bringen Preise an den Markt, die der britischen Einzelhandelsbranche bisher fremd waren: Aldi und Lidl setzen die einheimische Konkurrenz unter Druck, um Kunden zurückzugewinnen, müssen die Firmen die Preise senken.

Sie sehen sich unter Druck und müssen reagieren: Die britische Supermarktkette Morrisons will die Preise an die Discounter-Konkurrenz annähern und so Kunden zurückgewinnen. Reuters

Sie sehen sich unter Druck und müssen reagieren: Die britische Supermarktkette Morrisons will die Preise an die Discounter-Konkurrenz annähern und so Kunden zurückgewinnen.

LondonDer ungebremste Erfolg der deutschen Discounter Aldi und Lidl setzt den britischen Lebensmittel-Einzelhandel unter Zugzwang. Die Supermarkt-Kette Morrisons hat nach einem verlustreichen Jahr 2013 angekündigt, die Preise für die Verbraucher deutlich zu senken und dafür notfalls auf Gewinne zu verzichten. „Tatsache ist, dass es neue Marktteilnehmer gibt, man nennt sie Discounter. Die Kunden kaufen dort ein und das nehmen wir zur Kenntnis“, sagte Morrisons-Vorstandschef Dalton Philips am Donnerstag in London.

Philips kündigte massive Preissenkungen an. „Wir haben mehr als eine Milliarde Pfund identifiziert, die wir aus dem Geschäft nehmen und in die Senkung der Preise für unsere Kunden investieren können“, sagte er. Morrisons hatte im Geschäftsjahr 2013/2014 (Februar) einen Vorsteuerverlust von 176 Millionen Pfund, also rund 210 Millionen Euro, verzeichnet.

Die Discounter Aldi und Lidl sind in Großbritannien derzeit neben dem Edel-Supermarkt Waitrose die einzigen Lebensmittel-Einzelhändler, die Marktanteile hinzugewinnen. Die vier großen Supermarktketten Tesco's, Sainsbury's, ASDA und Morrisons befinden sich dagegen im Sinkflug.

Von

dpa

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